Chronos - Fluss der Zeit
"Sarmatische Zeit" heißt der Gedichtband von Johannes Bobrowski, der für Volker Koepp zum poetischen wie persönlichen Leitmotiv für diese bildstarke wie weitläufige Sondierung einer Region zwischen Ostsee und Schwarzem Meer, entlang der Ströme Memel, Dnister und Pruth wird. Herkunfts-, Sehnsuchts- und Tatort zugleich: Sammelbecken unterschiedlicher Kulturen und Zugehörigkeiten, über ein halbes Jahrhundert Bezugs- und Fluchtpunkt im Schaffen des großen Chronisten sowie Schauplatz wiederkehrender Grausamkeit und Vernichtung.
Die Rückkehr zum eigenen Werk mit neuen und alten Weggefährt*innen wird zur gleichzeitigen Rückschau und Reaktualisierung. Wie durch Delta-Arme entstehen Verbindungen zur deutschen Geschichte und zum gesamteuropäischen Kontext, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Und für einen langen Augenblick scheint in diesem Fluss die Zeit erschreckend stillzustehen, denn spätestens seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 ist das Echo der dieser Region eingeschriebenen Gewalterfahrung nicht mehr zu überhören. Was seinen Ursprung in Gedichten über das Memelland nimmt, entwickelt sich zu einer epochalen Kontemplation über den Menschen in Zeit und Raum.
Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
Regie
Drehbuch
Schnitt
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Schnitt
Ton-Design
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Executive Producer
Erstverleih
Uraufführung (DE): 15.02.2026, Berlin, IFF - Forum, Delphi Filmpalast;
Kinostart (DE): 12.03.2026
Titles
- Originaltitel (DE) Chronos - Fluss der Zeit
- Arbeitstitel (DE) Chronos
- Weiterer Titel (eng) Chronos - Flow of Time
Versions
Original
Uraufführung (DE): 15.02.2026, Berlin, IFF - Forum, Delphi Filmpalast;
Kinostart (DE): 12.03.2026