Inhalt
Nach "Stadt" und "Land" bildet der Dokumentarfilm den Abschluss der Trilogie. Er folgt dem Lauf der Elbe von ihrem Ursprung im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee und entwirft dabei das Bild eines Flusses, der über Jahrhunderte hinweg systematisch vom Menschen geformt wurde. Was zunächst wie eine natürliche Landschaft erscheint, offenbart sich entlang der Reise zunehmend als Ergebnis technischer Eingriffe, wirtschaftlicher Nutzung und politischer Geschichte. Die 28 Staustufen der Elbe strukturieren den Film als wiederkehrende Zeugnisse menschlicher Kontrolle; nächtliche Schleusenanlagen und technische Innenräume öffnen den Blick auf verborgene Funktionsweisen. Städte und ihre Bewohner bleiben bewusst Randfiguren. Menschen treten vor allem als Verursacher von Veränderungen in Erscheinung, nicht als individuelle Protagonisten. Der Film richtet den Blick konsequent auf die Beziehung zwischen Mensch und Landschaft – und stellt die Vorstellung eines unberührten Naturraums entlang der Elbe grundlegend infrage.
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