"Samia", Source: Weltkino Filmverleih, DFF, © Weltkino Filmverleih
Ilham Mohamed Osman

Neu im Kino: Samia

Die junge, unabhängige Samia Yusuf Omar wächst im vom Bürgerkrieg zerrütteten Mogadischu in Somalia auf, wo sie sich behaupten muss und schon früh gegen gesellschaftliche Normen kämpft, denn Samia lässt ihr Traum nicht los: Sie will unbedingt an den Olympischen Spielen teilnehmen, inspiriert von ihrem großen Vorbild, dem britischen Langstreckenläufer Mo Farah. Und obwohl die lokalen Milizen Frauen den Sport verbieten, beginnt sie in einem Stadion zu trainieren, dessen Laufbahn von Mörsergranaten übersät ist. Mit nichts als ihrem unbändigen Willen und gegen alle Widerstände schafft sie das scheinbar Unmögliche: Samia erkämpft sich einen Platz in der somalischen Nationalmannschaft und vertritt ihr Land 2008 in Peking. Dies entfacht nur den noch stärkeren Wunsch in ihr, auch an den Olympischen Spielen 2012 in London teilzunehmen. Nach ihrem Spielfilmdebüt, der Komödie "Almanya - Willkommen in Deutschland", wendet sich Regisseurin Yasemin Şamdereli in "Samia" einem ernsten Thema zu und erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte visuell elegant mit viel tiefem Mitgefühl nicht nur als inspirierendes Porträt einer jungen Athletin, die für ihre Träume kämpft, sondern auch als kraftvolle Erzählung über Mut, Hoffnung und den unbezwingbaren Willen, trotz der zerstörerischen Gewalt des Krieges ein besseres Leben zu finden.