Inhalt
Der Dokumentarfilm porträtiert Bärbel Bohley als zentrale Figur der ostdeutschen Opposition und beleuchtet eine entscheidende Phase ihres Lebens zwischen Ausbürgerung und Rückkehr. Nach ihrer Verhaftung 1988 auf einer Demonstration zum 69. Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurde die Künstlerin und Bürgerrechtlerin gegen ihren Willen aus der DDR abgeschoben. Während ihres erzwungenen Aufenthalts in Westeuropa reiste sie durch mehrere Länder und hielt politische Beobachtungen wie persönliche Reflexionen in einem Tagebuch fest – diese Aufzeichnungen bilden das narrative Rückgrat des Films. Entlang der Stationen ihres Exils berichten enge Weggefährt*innen von eigener Verfolgung, Überwachung und Haft durch die Staatssicherheit. Ihre Erinnerungen ergänzen Bohleys Perspektive und zeichnen ein Bild systematischer Repression, aber auch wachsender Vernetzung des Widerstands. Nach sechs Monaten erkämpfte Bohley ihre Rückkehr in die DDR – ein außergewöhnlicher Vorgang – und wurde wenig später Mitbegründerin des Neuen Forums. Der Film konzentriert sich auf die Umbruchjahre 1988/89 und zeigt Bohley, die 2010 an Krebs verstarb, als eine der prägenden Stimmen der friedlichen Revolution, die zum Fall der Mauer führte.
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