Jeanette Hain (hinten)

Ab Donnerstag im Kino: Die innere Zone

Am 21. Januar 1969 ereignete sich im unterirdischen Atomkraftwerk Lucens in der Schweiz ein folgenschwerer Reaktorunfall, der zunächst geheim gehalten wurde und bis heute weitgehend unbekannt ist. Der Regisseur Fosco Dubini hat diesen Vorfall als Folie für sein Science-Fiction-Drama "Die innere Zone" verwendet, das in der nahen Zukunft spielt und in dem Jeanette Hain als Psychologin Marta den Auftrag erhält, eine Tunnelbaustelle aufzusuchen, an der bisher nicht identifizierte Gase austreten. Das Tal wurde zwar evakuiert, doch drei Ingenieure, die dort blieben, um die Ursache des Gasaustritts zu erforschen, zeigen nun höchst merkwürdige Symptome. Ihr wirrer Geisteszustand und ihre Wahnvorstellungen scheinen bald auf Marta abzufärben, bis sie sich selbst auf einer Reise in ihre "innere Zone" wiederfindet. In rätselhaft-schönen Bildern erzählt Dubini von der Zerstörung der Erde durch den Menschen und von den Folgen dieser Zerstörung für die menschliche Psyche – ein ungewöhnlicher Film, der in seiner philosophischen Haltung bisweilen an Science-Fiction-Werke der 1960er und 1970er Jahre erinnert.