Inhalt
Der Dokumentarfilm widmet sich dem langjährigen WDR‑Filmredakteur Werner Dütsch und zeichnet in einem ausführlichen Gespräch sein berufliches und intellektuelles Leben nach. Kurz vor seinem Tod blickt Dütsch auf eine Laufbahn zurück, in der Kino für ihn weniger Beruf als Existenzform war. Ausgehend von seiner Prägung durch Filmclubs und Kinos der Nachkriegszeit beschreibt der Film seinen Weg zu einer Schlüsselfigur der westdeutschen Filmkultur: Als Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk prägte Dütsch über Jahrzehnte die Auswahl, Produktion und Vermittlung von Filmen im Fernsehen. Er förderte filmhistorische Arbeiten ebenso wie das internationale Autoren‑ und Genrekino und verband kuratorische Entscheidungen mit einem pädagogischen Anspruch, der das Fernsehen zu einem Ort filmischer Entdeckungen machte.
Regisseurin Christiane Büchner strukturiert das mehrstündige Interview als mediale Oral History. Skizzenhafte Animationen begleiten Dütschs Erinnerungen und Gedanken und spiegeln seine Art wider, Kino zu denken: als fortlaufenden Dialog zwischen Bildern, Geschichte und persönlicher Erfahrung. So entsteht zugleich das Porträt eines Einzelnen und eine Reflexion über die Entwicklung der Filmkultur in der Bundesrepublik.
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