The Recce

Großbritannien Deutschland 2025/2026 Kurz-Dokumentarfilm

Inhalt

Im Jahr 1904 beauftragten führende europäische Mitglieder der Zionistischen Organisation eine geheime Landvermessung im Hochland Ugandas, um das Potenzial des Gebiets als "Neues Gelobtes Land" für das jüdische Volk zu ermitteln. Das Vorhaben wurde diskret von britischen Kolonialverwaltern unterstützt, die Ostafrika als Brachland und leere imperiale Leinwand ansahen und sich nur zu gerne ihrer jüdischen Mitbürger*innen entledigen wollten. Ein jüdischer Gesandter begann, das Terrain zu kartografieren und das Klima und das Leben in Uganda im Hinblick auf eine neue jüdische Siedlung zu bewerten. Was auf diesem Berg geschah, das ihn schwören ließ, niemals dorthin zurückzukehren, bleibt ein Geheimnis. 

Ausgehend von der heutigen Suche nach Drehorten für einen Film und einem E-Mail-Austausch mit einem ugandischen Location-Scout denkt The Recce über die Verbindung von Kino und Land sowie über dessen Verquickungen mit (neo-)kolonialen Vorstellungen nach. Durch den "Recce", wie Testaufnahmen zur Erkundung möglicher Drehorte oft genannt werden, wird Land sowohl für das Filmemachen als auch für die Staatsbildung urbar gemacht. Es wird begehrt, kolonisiert und fortwährend als Anderswo imaginiert. Im Kern des "Recce" liegt das Potenzial einer Gewalttat: der Auslöschung eines Ortes, um einen anderen zu erschaffen.

Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog) 

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Credits

Regie

Kamera

Schnitt

Produktionsfirma

Produzent

Alle Credits

Regie

Kamera

Schnitt

Produktionsfirma

Produzent

Länge:
15 min
Format:
DCP
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 16.02.2026, Berlin, IFF - Forum Expanded, Kino Betonhalle@Silent Green

Titel

  • Originaltitel (DE) The Recce

Fassungen

Original

Länge:
15 min
Format:
DCP
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:

Uraufführung (DE): 16.02.2026, Berlin, IFF - Forum Expanded, Kino Betonhalle@Silent Green