Inhalt
Die Zukunft prekärer Hinterlassenschaften der Menschheit wird an Standortfragen entlang diskutiert, in einer endlosen Onlinekonferenz mit 122 Teilnehmer*innen aus der Zivilgesellschaft. Alle Expert*innen sind sich einig: Gestein ist verlässlicher als Politik. Ein stellenweise dreidimensionaler Film über die Suche nach dem deutsch-deutschen Atommüllendlager, zwischen Warnzeichen, Feedbackloops und Kommunikationsproblemen, leuchtenden Vogelschwärmen und dem Bereich zwischen Zeichen und Objekt. Ein Friedensdampfer kreuzt durch die Moselweinberge – vorbei am NATO-Atomwaffenstützpunkt, vorbei an den verpassten Klimazielen. Die Letzte und die vorletzte Generation begegnen sich nicht.
"Wir sind in einer Klimakatastrophe. Braucht es Kartoffelbrei auf einem Gemälde, damit ihr zuhört?" Eine zum stereoskopischen Prä-Cyborg umgestaltete Gottesanbeterin schaut in eine verschobene Vergangenheit. Am Niederrhein wird ein ausrangierter Atommeiler zum All-inclusive-Freizeitpark. Es gibt in Deutschland noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle, doch "wie sollen die, die nach uns kommen, vor Gefahr gewarnt sein? Gibt es nicht auch ein Recht auf Vergessen?"
Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
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