Egoshooter

Deutschland 2003/2004 Spielfilm

Summary

Egoshooter is a film of the present.

Jakob is 19-years-old and just wandering through life, filming his own life with a video camera. He lives with his older brother, Kris, and Kris′ pregnant girlfriend Karo. Jakob loves to film them sleeping.
Jakob kills time with his friends Piet and Moritz. Piet′s mother is his best friend.

 

Phillip talks about revolution and has his own ideas about the way things should be. Phillip likes monologues, he′s a rapper. He and Jakob derive great pleasure in shooting.
Mani is used to getting what she wants. She decides to go for "nothing" rather than getting involved with Jakob. ´
Jakob′s cosmos turns full circle. Jakob is the Egoshooter.
Egoshooter is the description of a condition with its own narrative laws.

Source: German films Service & Marketing GmbH

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Heinz17herne
Heinz17herne
Der 19-jährige Jakob teilt mit seinem Bruder Kris und dessen schwangerer Freundin Karo eine Wohnung in Köln. Jakob lebt in den Tag hinein so plan- wie mittellos. Er hängt mit Freunden und Bekannten ab und steht irgendwie stets im Mittelpunkt. Weil er sein driftendes Leben mit einer Videokamera festhält, rund um die Uhr. Er filmt sich beim Onanieren, beobachtet heimlich seinen Bruder beim Sex und zeichnet die Rap-Auftritte seines Freundes Phillip auf. Jakob lässt sich am Flussufer mit Mani, einem Mädchen aus seiner Clique, näher ein, schnorrt Passanten um Geld an, betrinkt sich mit der Mutter eines Kumpels, dringt in ein fremdes Haus ein und zertrümmert zusammen mit Phillip das Mobiliar...

Egoshooter werden Computerspiele genannt, bei denen der Spieler seine virtuelle Umwelt aus der Ich-Perspektive seiner Figur, also mit den Augen seiner Figur, wahrnimmt. Dabei geht es darum, so viele (virtuelle) Gegner wie möglich aus dem Weg zu ballern. Da „To shoot“ im Englischen aber auch bedeuten kann, einen Film zu drehen, könnte ein Egoshooter jemand sein, der sich selbst filmt.

„Egoshooter“ ist das Porträt eines orientierungslosen Jugendlichen, der sein ereignisarmes Leben in Videobildern einfängt – seine unerfüllte Sehnsucht nach Liebe wie seine aussichtslose Flucht vor der inneren Leere. Assoziativ, so das Konzept des sich „Field Recordings“ nennenden Filmemacher-Duos Christian Becker und Oliver Schwabe, sollen sich die einzelnen Situationen zu einem Puzzle zusammenfügen. Dieses Experiment zwischen noch beim Dreh improvisiertem Videotagebuch und vorher festgelegten Spielfilmelementen soll nicht nur das splitterhafte Porträt von Jakob entwerfen, sondern das Lebensgefühl seiner Generation einfangen.

Der Hannoveraner Schwabe (Jg. 1966) und der Düsseldorfer Becker (Jg. 1971), beides Absolventen der Kölner Kunsthochschule für Medien, haben sich dabei an Oliver Schwabes Videotagebüchern orientiert, die er seit 1998 jährlich für den NDR herausgegeben hat – mit Protagonisten zwischen 15 und 22 Jahren, die jeweils ein Jahr lang ihr Leben gefilmt haben. Auch bei „Egoshooter“ ist es das Ziel gewesen, möglichst nah an der Lebensrealität der darin porträtierten Jugendlichen zu bleiben. Weshalb sich einige von ihnen, darunter der Rapper Max Timm und der Skater Ben Nijmeijer, im Film selbst spielen.

Schwabe und Becker sind bei dieser Zustandsbeschreibung von einer traditionellen, linearen Erzählweise abgerückt: „Wir wollten keinen klassischen Plot, sondern wir porträtieren einen Jugendlichen, der hauptsächlich in seinem Zimmer hockt und mit der Kamera seinen Alltag beschreibt.“ Eine Herausforderung für den 22-jährigen Tom Schilling, musste er doch nicht nur mit Laien zusammenarbeiten, sondern teilweise auch selbst die Kamera führen.

Schilling über seine Rolle im Reverse Angle-Presseheft: „Jakob weiß eigentlich gar nicht genau, was er sucht: Er hat nur ein ganz abstraktes Ziel vor Augen, das er nicht genau benennen kann – und er hat das Gefühl, dass er nie ankommt.“ Und über den Film: „Im Prinzip ist ’Egoshooter’ ein Porträt meiner Generation – eine Generation von Leuten, die nur noch abhängen. Es ist verdammt schwierig, gegen etwas zu sein, wenn man in einem demokratischen Staat lebt, der ein soziales Netz hat und eine ziemlich vernünftige Außenpolitik macht. Und mangels Feindbild entwickeln wir einen gewissen Zynismus und richten unseren Hass nicht gegen das System, sondern gegen andere Menschen – und vor allen gegen uns selbst. Dieses Sich-selbst-nicht-mögen im Film scheint mir sehr authentisch: Sehr viele Leute sind heute schon in jungen Jahren extrem neurotisch.“

Pitt Herrmann

Credits

All Credits

Assistant director

Director of photography

2nd Camera unit

Lighting design

Stand-by props

Make-up artist

Costume design

Assistant editor

Sound design

Sound

Foley artist

Audio mixing

Stunt co-ordinator

Casting

in co-production with

Producer (TV)

Executive producer

Line producer

Unit production manager

Location manager

Shoot

    • 01.03.2003 - 05.04.2003: Köln
Duration:
2171 m, 79 min
Format:
Digital Video - überspielt auf 35mm / Beta SP, 1:1,66
Video/Audio:
Farbe, Dolby SR
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 06.01.2005, 101144, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (CH): 11.08.2004, Locarno, IFF;
Erstaufführung (DE): 29.10.2004, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 24.02.2005;
TV-Erstsendung: 16.11.2006, West 3

Titles

  • Originaltitel (DE) Egoshooter

Versions

Original

Duration:
2171 m, 79 min
Format:
Digital Video - überspielt auf 35mm / Beta SP, 1:1,66
Video/Audio:
Farbe, Dolby SR
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 06.01.2005, 101144, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (CH): 11.08.2004, Locarno, IFF;
Erstaufführung (DE): 29.10.2004, Hof, Internationale Filmtage;
Kinostart (DE): 24.02.2005;
TV-Erstsendung: 16.11.2006, West 3