Filme eröffnen Zugänge zu Geschichte, gesellschaftlichen Fragen und persönlichen Lebenswegen. Mit zwei neuen Formaten, die VISION KINO gemeinsam mit den Partnern der SchulKinoWochen umgesetzt hat, stehen 2026 die Themen Demokratie, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt im Mittelpunkt der Filmbildungsarbeit.
In Sachsen ist mit "SchulKinoTage: Mitreden" im September ein Modellprojekt gestartet, das Kinoerlebnis, Filmgespräch und pädagogische Vertiefung im Klassenzimmer miteinander verbindet. Ziel des gemeinsam mit dem Objektiv e.V. entwickelten Angebots ist es, Schüler*innen dazu anzuregen, sich mit historischen Erfahrungen, deren Bedeutung für die Gegenwart sowie Fragen demokratischer Teilhabe auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht der aktuelle Dokumentarfilm "Sedimente" von Laura Coppens, der durch Vorführungen mit Filmgesprächen ergänzt wird. Darüber hinaus finden vertiefende Workshops mit Schulklassen statt. Insgesamt werden über die Veranstaltungen rund 350 Schüler*innen und Begleitpersonen erreicht.
Auch die gemeinsam mit dem DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum veranstalteten hessischen SchulKinoTage verbinden mit dem Schwerpunkt "Geschichte verstehen, Zukunft gestalten" Film- und Demokratiebildung. Anhand historischer Archivfilme und aktueller Produktionen setzten sich Schüler*innen mit Erinnerungskultur, Meinungsfreiheit, Radikalisierung und politischer Teilhabe auseinander. Im September und Oktober 2026 wurden zehn Vorstellungen für die Jahrgänge 8 bis 11 in mehreren hessischen Städten umgesetzt. Zwei unterschiedliche Filmpakete, bestehend aus Archivfilmen wie "Wahlkampf 1932", dem Klassiker "Nacht und Nebel" als auch Spiel- und Dokumentarfilmen wie "Die Welle", "Im Osten was Neues" und "Mit der Faust in die Welt schlagen" ermöglichten dabei verschiedene Zugänge zu den Themen Holocaustaufarbeitung und Radikalisierung in Ostdeutschland. Das Angebot erreichte rund 550 Schüler*innen und Begleitpersonen. Begleitende Filmgespräche mit Expert*innen sowie eine Fortbildung für Lehrkräfte stärkten zusätzlich die Anknüpfung an die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.
Die Formate zeigen, wie Filme als kulturelles und pädagogisches Medium Orientierung bieten, Perspektivwechsel ermöglichen und junge Menschen dazu ermutigen, sich aktiv mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen und sich zu beteiligen.
Die SchulKinoTage sind Teil der Bemühungen von VISION KINO und ihren Partnern in den Ländern, Filmbildung bundesweit ganzjährig zu stärken und Kinos als Kulturorte der Begegnung, des Lernens und der demokratischen Auseinandersetzung weiterzuentwickeln. Neben bereits stattgefundenen Ausgaben in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen sind SchulKinoTage im kommenden Jahr erstmals auch in Sachsen-Anhalt geplant.
VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der "Kino macht Schule" GbR, bestehend aus Allscreens – Verband Filmverleih und Audiovisuelle Medien e. V., dem HDF Kino e. V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e. V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e. V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.
Quelle: www.visionkino.de