Die European Film Academy hat mitgeteilt, dass sie 640 renommierte Filmschaffende als neue Mitglieder begrüßt. Als solche sind sie ab 2026 stimmberechtigt bei den European Film Awards und tragen durch ihre Mitgliedschaft zur Förderung des europäischen Kinos bei.
Unter den neuen Mitgliedern sind 51 % Frauen und 48 % Männer, 1 % identifiziert sich als nicht-binär. Insgesamt stammen die neuen Mitglieder aus 50 Ländern, was die Reichweite und Vielfalt der European Film Academy weiter vergrößert.
Neue Mitglieder der European Film Academy sind u.a. aus Chile: Juan de Dios Larraín, Dänemark: Mathias Broe, Deutschland: Dieu Hao Do, Florence Kasumba, Vicky Krieps, Ursina Lardi, Sandra Maischberger, Frankreich: Remi Burah, Patricia Mazuy, Antoine Reinartz, Maïlys Vallade, Rosalie Varda, Griechenland: Orestis Andreadakis, Dennis Iliadis, Sonia Liza Kenterman, Irland: John Butler, Italien: Vinicio Marchioni, Greta Scarano, Kosovo: Fatlume Bunjaku, Lettland: Mārcis Ābele, Raitis Ābele, Ivo Briedis, Norwegen: Inga Ibsdotter Lilleaas, Lars Thomas Skare, Joachim Trier, Österreich: Senad Halilbašić, Palästina: Adam Bakri, Ziad Bakri, Mahmood Bakri, Polen: Agata Trzebuchowska, Anna Kępińska, Portugal: Rui Poças, Rumänien: Vlad Ionut Popescu, Slowenien: Saša Tabaković, Tschechische Republik: Václav Marhoul, Ungarn: Nóra Lakos und Vereinigtes Königreich: Mark Cousins, Tarn Willers.
19 % der neuen Mitglieder stammen aus den unterschiedlichen Filmgewerken, was die vergangenes Jahr eingeführte Chapterstruktur der Academy weiter stärkt. In den kommenden Jahren möchte die Academy die Zahl der Caster*innen, Kameraleute, Komponist*innen, Kostümbildner*innen, Maskenbildner*innen, Schnitteditor*innen, Produktionsdesigner*innen und Sounddesigner*innen weiter erhöhen. Die Akademie wird ebenso die Chapterstruktur weiter ausbauen und weitere Gewerke hinzufügen.
Wie in den vergangenen Jahren begrüßt die European Film Academy zahlreiche neue Mitglieder aus den baltischen Staaten, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Kosovo, Moldawien, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Türkei und der Ukraine. Das anhaltende und stetige Wachstum der Mitgliederzahlen in diesen Ländern ist für die Academy von besonderer Bedeutung.
Mitglieder aus indigenen und transnationalen Gemeinschaften, darunter grönländische Inuit, Kurd*innen, Roma und Sámi spiegeln das Engagement der Academy für Inklusion und eine ausgewogene Vertretung aller Regionen wider. Derzeit zählt die European Film Academy 5.700 Mitglieder in 60 Ländern.
19 % der neuen Mitglieder sind unter 36 Jahren. Damit baut die Akademie die Repräsentation einer jüngeren Generation europäischer Filmschaffenden in ihrer Mitgliedschaft weiter aus: Die Academy hat eine wichtige Änderung der Zulassungskriterien für Filmschaffende unter 36 Jahren eingeführt: Sie können sich für eine sogenannte „Emerging Membership“ bewerben, wenn sie als Department-Head an einem Spielfilm (70+ Minuten) oder – das ist neu – drei Kurzfilmen (Spielfilm, Dokumentarfilm oder Animationsfilm) mitgewirkt haben. Diese Werke müssen in einer offiziellen Sektion eines von der FIAPF akkreditierten Filmfestivals mit Wettbewerbsprogramm, auf einem der Partnerfestivals des European Short Film Network gezeigt worden sein oder von einer nationalen Filmakademie nominiert worden sein. Auch Filmstudierende können sich bewerben, sofern sie diese Kriterien erfüllen.
Neue aufstrebende Mitglieder unter 36 Jahren kommen unter anderen aus Armenien: Samvel Tadevossian, Belgien: Violet Braeckman, Lukas Dhont, Deutschland: Lea Drinda, Florian Geißelmann, Enno Trebs, Lena Urzendowsky, Idan Weiss, Frankreich: Félix de Givry, Griechenland: Theo Panagopoulos, Grönland: Mads Madsen, Polen: Zofia Kujawska, Michał Marczak, Slowenien: Jara Sofija Ostan, Spanien: Miguel Eek, Tschechische Republik: Michal Sikora, Türkei: Ramazan Kılıç.
Die Mitglieder der European Film Academy sind durch ein kollektives Gefühl der europäischen kulturellen Identität und durch ihr Engagement für die Vielfalt und den Reichtum des europäischen Filmschaffens verbunden. Mitglieder können sich jedes Jahr für die Verleihung der European Film Awards registrieren lassen und erhalten Zugang zu den Filmen auf der Shortlist der European Film Academy, aus denen die Nominierten und Preisträger*innen ausgewählt werden. Darüber hinaus organisiert die Academy jedes Jahr verschiedene Veranstaltungen, bei denen Mitglieder sich miteinander vernetzen. Das ganze Jahr über werden in speziellen "Underscore"-Filmprogrammen auf der VOD-Plattform der Academy europäische Filme vorgestellt, die ausschließlich für registrierte Mitglieder zugänglich sind. Der Aufbau einer europäischen Gemeinschaft von Filmemacher*innen und damit für wachsendes Interesse und Zugänglichkeit des europäischen Kinos für alle Filmliebhaber*innen zu sorgen, ist eines der Hauptanliegen der European Film Academy.
Seit 2024 ist Juliette Binoche Präsidentin der European Film Academy. Die Academy wurde 1988 von namhaften europäischen Filmschaffenden wie Ingmar Bergman, Pedro Almodóvar, Liliana Cavani, Claude Chabrol, Federico Fellini, Isabelle Huppert, Krzysztof Kieslowski, Giulietta Masina, Marcello Mastroianni, David Puttnam, Hanna Schygulla, István Szabó, Liv Ullmann und Wim Wenders gegründet - und war auf maximal 99 Mitglieder begrenzt. Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Mitglieder allmählich gestiegen und ist in den letzten fünf Jahren um über 40% gewachsen.
Dies sind alle neu in die European Film Academy aufgenommenen Mitglieder.
Quelle: www.europeanfilmacademy.org