Die Filmförderung des Bundes in Cannes

Auch die 79. Filmfestspiele von Cannes (12. – 23. Mai 2026) warten wieder mit einer Vielzahl deutscher (Ko-)Produktionen im Festivalprogramm auf. In diesem Jahr feiern insgesamt elf mit FFA- und BKM-Mitteln geförderte Filme ihre Premiere in Cannes, vier von ihnen im Wettbewerb. Internationale Zusammenarbeit steht auch bei den Veranstaltungen mit FFA-Beteiligung im Rahmen des Marché du Film (12. – 20. Mai 2026) im Fokus.

 

Im Jubiläumsjahr des vor 25 Jahren abgeschlossenen deutsch-französischen Koproduktionsabkommens "Minitraité" haben gleich zwei mit deutsch-französischer Förderung entstandene Filme Chancen auf die Goldene Palme: Valeska Grisebachs multilaterale Komplizen-Film-Koproduktion "Das geträumte Abenteuer" und Andrei Zvyagintsevs "Minotaurus" mit Razor Film als deutschem Partner. Komplizen Film ist mit noch einer weiteren Koproduktion im Wettbewerb vertreten: Marie Kreutzers DFFF-gefördertem Drama "Gentle Monster". Der vierte geförderte Film im Palmenrennen ist Ryūsuke Hamaguchis "All Of A Sudden"; an dem mit Mitteln des Minoritären Koproduktionsfonds der FFA produzierten Drama ist von deutscher Seite Heimatfilm beteiligt. Auch Volker Schlöndorffs starbesetzte Verfilmung von Jenny Erpenbecks "Heimsuchung" (Produktion: Ziegler Film), eine der ersten mit der neu aufgesetzten jurybasierten kulturellen Filmförderung des Bundes entstandenen Produktionen, feiert ihre Premiere in Cannes.

"Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr besonders viele Filme mit deutscher Beteiligung an der Croisette im offiziellen Programm laufen. Das ist eine besondere Anerkennung für deutsche Talente und Produzent*innen und ihren wichtigen Beitrag zum Weltkino", so FFA-Präsidentin Kirsten Niehuus.

Alle geförderten Filme auf dem Festival de Cannes im Überblick

Veranstaltungen mit FFA-Beteiligung

Produzent*innen aus Deutschland bietet die FFA zwischen dem 15. und 18. Mai wieder mehrere Gelegenheiten, sich auf dem diesjährigen Marché du Film mit internationalen Kolleg*innen zu vernetzen. Fünf Koproduktionstreffen sollen die Entstehung internationaler Koproduktionen unterstützen und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Weltregionen vertiefen. Teilnehmende Länder sind Brasilien, die Dominikanische Republik, Mexiko, Neuseeland, Südkorea, Taiwan, Uruguay und das Vereinigte Königreich. Im Rahmen der Spotlight-Asia-Initiative des Marché du Film stellt die FFA den teilnehmenden Produzent*innen Fördermöglichkeiten für Koproduktionen mit Asien vor.

Traditionell präsentieren die FFA und German Films außerdem die internationale Premiere des gemeinsamen Kurzfilmprogramms NEXT GENERATION SHORT TIGER als Marktscreening (19. Mai) in Anwesenheit der Filmemacher*innen. Anlässlich seiner jährlichen Vollversammlung in Cannes (17. Mai) lädt der Zusammenschluss der European Film Agency Directors (EFAD), dessen Board die FFA angehört, wie bereits auf der diesjährigen Berlinale wieder Mitglieder des asiatischen Verbandspendants AFAN zum Austausch ein. Über europäische Filmfinanzierungsstrukturen spricht FFA-Vorstand Peter Dinges auch beim Panel "Fiscal incentives and cash rebates – a game changer for public funding?" (16. Mai) der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle.

Darüber hinaus finden in Cannes mit finanzieller Unterstützung der FFA mehrere Veranstaltungen zur fachlichen Weiterbildung und Vernetzung in der Filmwirtschaft statt, darunter ein Intensivworkshop der T-Port Talent Bridge für erstmals das Festival besuchende Filmschaffende (17. – 20. Mai) sowie zwei chinesisch-europäische Fachveranstaltungen (13. Mai) der Plattform Bridging Visions. Im Rahmen eines Roundtables zu grüner Koproduktion (17. Mai) im Austrian Film Pavilion stellt die Edison Filmgesellschaft außerdem das neue Ausbildungsproramm "Green Consultant Europe" vor, eine von der FFA geförderte paneuropäische Weiterbildung für nachhaltige Film- und Medienproduktion.

Gemeinsam mit German Films und Focus Germany präsentiert sich die Filmförderung des Bundes während des Filmmarktes wieder im German Pavilion (Stand #128) im Village International.

Quelle: www.ffa.de