Vor 80 Jahren, am 17. Mai 1946 wurde die Deutsche Film AG, kurz: DEFA gegründet. Aus diesem Anlass präsentiert die Retrospektive "Selbstauskünfte: Filme über Film" vom 8. Mai bis 27. Juni 2026 im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums Gegenwartsfilme der DEFA, die von Film und Kino erzählen. Denn überraschend viele Filme der staatlichen Filmfirma der DDR stellen die Filmproduktion selbst, die Vorbereitung und Durchführung von Dreharbeiten in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen.
Anders als die selbstreflexiven Filme westlicher Provenienz, die oft in ernstem Tonfall auf kapitalistische Schattenseiten hinweisen und von Gier, Neid und Erfolgssucht erzählen, ziehen DEFA-Filme bevorzugt komödiantische Register. Viele inszenieren Doppelgängergeschichten oder überraschende Wechsel von Gegenwarts- und Filmerzählung. Auch Phänomene des eigentlich in der DDR abgelehnten Starwesens und die bevorzugte gesellschaftliche Behandlung prominenter Schauspieler*innen werden thematisiert.
Die von dem Medien- und Literaturwissenschaftler Michael Grisko kuratierte Reihe "Selbstauskünfte: Filme über Film" lädt dazu ein, die DEFA in ihren kurzweiligen fiktionalen und dokumentarischen Selbstbeschreibungen kennenzulernen.
Ausführliche Angaben zur Filmreihe finden Sie auf der Webseite.
Quelle: www.dhm.de/