Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Herbert Felsberg
- Maria Felsberg
- Oma Rita Felsberg
- Gregor
- Angelika
- Harald
- Sarah
- Mark
- Laura
- Jo
Production company
Producer
All Credits
Director
Assistant director
Screenplay
Director of photography
Set dresser
Set design
Prop master
Make-up artist
Costume design
Editing
Assistant editor
Sound
Sound assistant
Casting
Music
Cast
- Herbert Felsberg
- Maria Felsberg
- Oma Rita Felsberg
- Gregor
- Angelika
- Harald
- Sarah
- Mark
- Laura
- Jo
Production company
Commissioned by
Producer
Producer (TV)
Unit production manager
Shoot
- Halle, Leipzig
Duration:
88 min
Format:
35mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Stereo
Screening:
Uraufführung (DE): 03.10.2007, Hamburg, Filmfest;
TV-Erstsendung (DE): 14.05.2008, ARD
Titles
- Originaltitel (DE) Copacabana
Versions
Original
Duration:
88 min
Format:
35mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Stereo
Screening:
Uraufführung (DE): 03.10.2007, Hamburg, Filmfest;
TV-Erstsendung (DE): 14.05.2008, ARD
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Herbert weiß, dass er die Dinge daheim hat schleifen lassen in den letzten Jahren, zugunsten seines beruflichen Erfolges. Und er weiß, dass Maria mit dem Arzt Gregor einen sehr charmanten Verehrer hat. Wie eng diese Beziehung aber inzwischen geworden ist, scheint er noch nicht einmal zu ahnen. Und dann auch das noch: Die große Schubertsche Familienfeier steht gleich zu Beginn unter keinem guten Stern. Herbert, der seiner Frau seit Jahren erstmals wieder das Frühstück ans Bett bringt, verschüttet den O-Saft in demselben. Und statt des bestellten Delikatessen-Buffets liefert der Caterer kiloweise Fischfrikadellen.
Aber das ist nur der harmlose Auftakt, denn jedes der erwachsenen Kinder bringt nicht nur den jeweiligen Gatten, Lebenspartner oder neuen Freund, sondern auch einen Haufen Probleme mit. Welche die (Ur-) Oma Rita (Paraderolle für eine herrlich sarkastische Erni Mangold), Marias hochbetagte, aber alles andere als schwerhörige Mutter, sehr wohl beobachtet und bisweilen messerscharf-analysierend kommentiert. Und auf dem Höhepunkt der Krise das Geschehen hinter den Kulissen mit altersweiser Gelassenheit denkt und lenkt.
Tochter Angelika und ihr Mann Harald stecken in einer Finanz- und Ehekrise, unter der ihre Kinder, denen natürlich nichts verborgen bleibt, schon heute leiden - weil sie sich völlig grundlos selbst für die Verursacher der Streitigkeiten halten. Auch Sohn Mark, der Dauerstudent, den Herbert lieber heute als morgen zu seinem Nachfolger machen würde, hat Beziehungsprobleme: Seine Freundin Sarah möchte das Angebot eines Auslandsstipendiums annehmen und dafür eine mindestens zwölfmonatige Trennung in Kauf nehmen. Nur Nesthäkchen Laura, die mit dem attraktiven Jo schon wieder einen neuen Freund anschleppt, scheint über den Fährnissen des Alltags zu schweben…
„Die Qualität von guten Familienfilmen macht aus, dass man sich damit identifizieren kann“: Für den österreichischen Regisseur und Kameramann Xaver Schwarzenberger („Lamorte“, „Single Bells“, „O Palmenbaum“, „Feine Dame“) hat Bruno Ganz seine jahrelange Fernseh-Abstinenz unterbrochen und diese „Mörderbesetzung“ (Schwarzenberger) ist es auch, die „Copacabana“ auszeichnet. Nicht die Story selbst, die allzu sehr an Thomas Vinterbergs bei seiner Uraufführung 1998 in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichneten Familienfilm „Das Fest“ erinnert.
Nur soviel: Das Ende Koproduktion mit dem Wiener ORF mit dem titelgebende Evergreen von Barry Manilow ist zwar nicht ganz so romantisch wie die Kutschfahrt, mit der Herbert „seine“ Maria überrascht, aber trotz eines Kreislaufzusammenbruches des emotional stark geforderten Gastgebers und sogar eines ganz und gar unerwarteten Todesfalls halt doch sehr familien- und fernsehtauglich. Hatten wir etwas anderes erwartet?
Xaver Schwarzenberger im ARD-Presseheft: „Da geht es um eine ganz normale Familie. Manches darin geht schief, wenig geht gut. Wie man weiß, sind Filme über Familien meine Leibspeise. Familien sind die kleinste Zelle der Gesellschaft und daher auch ein Spiegel unserer Welt. Und ein kleines Chaos ist besser zu beobachten als ein großes.“
Pitt Herrmann