Der Regisseur Christian Alvart hat sich mit seinem preisgekrönten Thriller "Antikörper" und der Hollywoodproduktion "Fall 39" als souveräner Genre-Spezialist erwiesen. Nach zwei erfolgreichen "Tatort"-Krimis mit Til Schweiger geht nun endlich ein neuer Kinofilm von ihm an den Start: "Banklady" erzählt die Geschichte von Gisela Werler (Nadeshda Brennicke), die Mitte der 1960er Jahre als erste deutsche Bankräuberin für Furore sorgt. Mit ihrem Komplizen und späteren Ehemann Herrmann Wittorff (Charly Hübner) überfällt sie 19 Banken – bis die Angestellten einer Filiale überraschend Widerstand leisten... Alvart inszeniert diese Geschichte als hochspannende Mischung aus Thriller und Drama und mit einem guten Schuss trockenen Humors, sodass sie fast wie eine Art deutsche Version von "Bonnie und Clyde" wirkt. Zugleich hält er sich in den entscheidenden Details eng an die historischen Fakten. Hauptdarstellerin Nadeshda Brennicke verkörpert die "Banklady" in einer großartigen Mischung aus zynischer Abgebrühtheit und leidenschaftlichem Lebenshunger. Zu Recht wurde sie beim Chicago Filmfestival mit dem Darstellerpreis geehrt.