Da geht noch was

Deutschland 2012/2013 Spielfilm

Summary

Quality Time

You can't choose your family – which is why Conrad limits his visits with his parents to an absolute minimum. His father Carl is an irritable old coot who enjoys plucking apart Conrad's son Jonas and his wife Tamara. Preferring to leave nothing to chance, Jonas proceeds pragmatically: the code word "strawberry pie" means: time to go! At this year's birthday massacre, Conrad's mother Helene surprises them with genuine news: she has left Carl and asks Conrad to do her a favor. She wants him to pay a visit to Carl in their family home. It sounds harmless enough – until Conrad finds his father wallowing in beer cans, pizza cartons and self-pity. Yet the old geezer still finds the energy to launch venomous attacks on his son. When Carl injures himself seriously in a fall, Conrad has no choice but to move back into his old childhood room. Three generations under one roof: a chance for reconciliation – or a total disaster?

Source: German Films Service & Marketing GmbH

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Heinz17herne
Heinz17herne
„So wie in der Werbung“ hat sich der kleine Conrad sein Elternhaus vorgestellt: weiße Wäsche auf der Leine, eine stolze Hausfrau und sorgende Mutter inmitten der idyllischen Natur, und ein Vater, der sich kümmert, der zuhören kann und hilft, wenn‘s nötig ist. Doch Conrad ist der Sohn des Gewerkschaftsfunktionärs Carl Schuster. Der häufiger in den Schlagzeilen der Tageszeitungen auftaucht als daheim am Swimmingpool. Oder gar darin. Ein Sozialist mit dem Herzen auf dem rechten Fleck? Eher mit gar keinem Herzen, jedenfalls nicht für seinen einzigen Sprössling. Der stets nur auf Leistung getrimmt worden ist, in der Schule, beim Schwimmen und überhaupt. Abhängen? Gar mit Freunden? Nicht dran zu denken. Jedenfalls eines hat sich Jung-Conrad geschworen: Wenn er 'mal eine Familie hat, dann wird alles ganz anders.

Nun hat Conrad eine. Selbst in der Möbelbranche sehr gut im Geschäft und bei TV-Werbespots sein bestes Model, hat er die so schöne wie toughe Karrierefrau Tamara geheiratet. Sie haben zwar mit Jonas einen inzwischen 13-jährigen Sohn, sehen den aber kaum: Er geht seit fünf Jahren aufs Nobel-Internat Salem und soll später an einer angelsächsischen Elite-Universität studieren. Aber auch die Eheleute leben immer häufiger in einer Fernbeziehung – er in München, sie hat beruflich viel in Frankfurt zu tun. Sodass Tamara von dort auch den Familienurlaub im sonnigen Süden antritt – mit Massage, Ayurveda-Kur und strengem Diätprogramm.

Conrad und Jonas kommen von München aus nach, weil sie zum Geburtstag von Oma Helene noch einmal „daheim“ vorbeischauen. Wo sich Conrad schon seit Urzeiten nur einmal im Jahr an diesem bestimmten Datum blicken lässt. Weil er mit seinem stets übellaunigen Grantler von Vater nichts anzufangen weiß. Zuvor schmiert er Jonas: Papa muss einen Fuffziger springen lassen, wenn er bei Opa in bester Enkel-Laune und Salemer Club-Jackett auftauchen soll. Doch diesmal empfängt eine sehr aufgeräumte Helene Sohn und Enkel solo und in einer Konditorei. Sie eröffnet Conrad, dass sie sich nach 40-jähriger Ehe von ihrem Gatten Carl (der Schwerenöter ist und bleibt seine Paraderolle: Henry Hübchen) getrennt hat.

Bevor der Flieger nach Indien abhebt, müsse ihr Conrad noch einen Gefallen tun und einen Briefumschlag hinter ein bestimmtes Bild im Wohnzimmer verstecken. Als Conrad und Jonas die Schustersche Villa betreten, eröffnet sich ihnen ein Bild des Grauens: Bierdosen, Pizzakartons und überquellende Aschenbecher türmen sich im Wohnzimmer wie das ungespülte Geschirr in der Küche. Während Conrad über den eigenen Schatten springt und „klar Schiff“ macht, sogar für die nächsten Tage Essen kocht und portioniert, ist Jonas voll damit beschäftigt, sich der gewitzt-frechen, aber bildschönen Nachbarstochter Kim zu erwehren, die gar nicht so heimlich darauf hofft, dass der seit Jahren verwaiste Pool wieder in Betrieb genommen wird.

Nachdem Jonas ein paar Bretter gelockert hat, um einen Blick auf den nur mit Laub bedeckten Beckenboden zu werfen, muss der Urlaubsantritt endgültig verschoben werden: Opa Conrad bricht durch und hat sich offenbar die Schulter geprellt. Der herbeigerufene Notarzt rät zur genaueren Untersuchung in der Klinik, aber der störrische Alte will partout nicht sein Haus verlassen. Einige Tage später ein erneuter Versuch, in den nun hochverdienten Urlaub zu starten. Carl reaktiviert seinen alten Daimler und bringt die beiden zum Terminal. Um mitzubekommen, wie seine Gattin einen fremden Mann abholt und liebevoll umarmt. Gerade will er samt Krücke auf den Neuen an Helenes Seite losgehen, da wird er von einem Gepäckfahrzeug erfasst und krankenhausreif verletzt. Der Urlaub ist nun endgültig passé, da kann Tamara am anderen Ende der Smartphone-Leitung noch so zetern.

Conrad und Jonas richten sich ein – und freunden sich allmählich mit der neuen Situation an. Zumal der alte Grantler wie verwandelt aus der Klinik nach Hause kommt: der Pool wird wieder in Betrieb genommen und der Enkel mit Tipps versorgt, wie er am besten Kim 'rumkriegt. Und Conrad lernt Mamas Liebling kennen: Arno, eine Internet-Bekanntschaft über die Partnerbörse „Spät-Blüher.de“. Als er aus Neugierde den Briefumschlag öffnet, findet er einen Super-8-Film vor, der zeigt, dass Carl in jungen Jahren ein durchaus liebevoller Gatte und Vater gewesen ist. Und einen Zettel mit folgender kryptischer Botschaft: „Jetzt habt ihr nur noch euch.“ Noch in der Nacht stellt er seine Mutter zur Rede, die bekennt, schwer erkrankt zu sein. Die Ärzte geben ihr maximal noch ein halbes Jahr – und das wolle sie ohne alle familiäre Verpflichtungen in vollen Zügen genießen – an der Seite des aufmerksamen Arno...

„Da geht noch was“ ist eine spritzige und am Ende durchaus auch anrührende Familienkomödie mit umwerfend komischen Vater-Sohn-Szenen (vom dreihändigen Steh-Pinkeln über die Einkaufstour im Supermarkt bis hin zum Last-Minute-Schneckenrennen zum Münchner Flughafen), einer horriblen Typenschau der Bewerberinnen um eine Stelle als Haushälterin bei Carl Schuster, einer Massenschlägerei auf dem Münchner Busbahnhof und einem wundervoll sentimentalen Finale an der Isar. Bei dem sich die Karrieristen jedes Alters und Geschlechts auf die wirklich wichtigen Dinge besinnen. Free-TV-Premiere war am 12. April 2016 auf Sat 1.

Pitt Herrmann

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Editing

Music

Cast

Production company

All Credits

Director

Assistant director

Script supervisor

Screenplay

Co-author

Director of photography

Camera operator

2nd Camera unit

Steadycam operator

Still photography

Production design

Art director

Property master

Stand-by props

Costume design

Editing

Sound assistant

Foley artist

Special effects

Stunt co-ordinator

Music

Conductor

Cast

Production company

Unit production manager

Production coordinator

Production manager

Shoot

    • 17.09.2012 - 08.11.2012: München und Umgebung, Mallorca
Duration:
101 min
Format:
35mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 24.06.2013, 139514, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Kinostart (DE): 12.09.2013

Titles

  • Originaltitel (DE) Da geht noch was

Versions

Original

Duration:
101 min
Format:
35mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 24.06.2013, 139514, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Kinostart (DE): 12.09.2013

Awards

Club der Berliner Filmjournalisten 2014
  • Ernst-Lubitsch-Preis
FBW 2013
  • Prädikat: wertvoll