Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Karoline Gschwantner
- William Nowotny
- Thomas Jefferson
- Lilli Gschwantner
- Mr. Larry Hitchcock
- Vera Hitchcock
- Chuck Hitchcock
- Chef der Kochschule
- Lehrerin
- Priester
Production company
Producer
All Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Titles / Opticals
Set design
Costume design
Editing
Casting
Music
Cast
- Karoline Gschwantner
- William Nowotny
- Thomas Jefferson
- Lilli Gschwantner
- Mr. Larry Hitchcock
- Vera Hitchcock
- Chuck Hitchcock
- Chef der Kochschule
- Lehrerin
- Priester
Production company
Producer
Unit production manager
Shoot
- Berlin, Toronto, Wien
Duration:
2704 m, 99 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 02.07.1993, 69822, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Screening:
Uraufführung (ES): 18.09.1993, San Sebastian, IFF;
Kinostart (DE): 28.04.1994
Titles
- Originaltitel (DE) Tafelspitz
Versions
Original
Duration:
2704 m, 99 min
Format:
35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung (DE): 02.07.1993, 69822, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei
Screening:
Uraufführung (ES): 18.09.1993, San Sebastian, IFF;
Kinostart (DE): 28.04.1994
Awards
Deutscher Filmpreis 1994
- Filmband in Gold, Bester Schnitt
- Filmband in Gold, Darstellerische Leistungen
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Karoline Elisabeth Charlotte, genannt Lilli, dagegen (fulminantes Spielfilmdebüt der Hamburgerin Anika Pages) träumt von der großen weiten Welt. Die so wohlerzogene wie dickköpfige Tochter der Karoline Gschwanter (Christiane Hörbiger brilliert einmal mehr in einer komödiantischen Leinwandrolle) sträubt sich mit Händen und Füßen, in die Fußstapfen der erfolgreichen, von ihrem Gatten längst verlassenen Mutter zu treten und die gastronomische Tradition des Heurigenbetriebes in der idyllischen Wachau in nächster Generation fortzusetzen.
Ein Kurs in der renommierten, aber arg konservativen Kochschule eines Hofrates (glänzt in einer Nebenrolle: der große Fritz Eckhardt) endet in einem Griesnockerl-Fiasko. Doch Lilli schließt mit ihrer Mutter ein Abkommen, um doch noch über den Großen Teich zu kommen: Wenn sie erfolgreich einen Crash-Kurs im heimischen Betrieb absolviert, darf sie sich anschließend ein Jahr lang bei vollen Bezügen den Wind der Freiheit um die hübschen Ohren wehen lassen.
Und wie es der Zufall will, kommt sie über einen Au-Pair-Job bei einer amerikanischen Familie in Berlin als Köchin nach New York in den Haushalt Jeffersons, wo sie ihren Arbeitgeber, der streng zurückgezogen als Misanthrop lebt, nur deshalb auf den nächtlichen Straßen des Big Apple kennenlernt, weil das naive, aber ungemein ehrgeizige Mädchen aus der niederösterreichischen Provinz das Opfer von Straßenräubern wird. So kommt es am guten Schluss gar zu einem doppelten happy end, denn der Butler entpuppt sich als lange vermisster Vater und versöhnt sich mit Karoline an der schönen blauen Donau vor den Toren Wiens...
Die Liebe geht doch durch den Magen, und wenn dieser auf traditionelle österreichische Weise gefüllt wird, dann kann gar nichts schief gehen. „Tafelspitz“ ist eine augenzwinkernd selbstironische Verwechslungskomödie, die – für deutsche Kino-Verhältnisse – mit ungemeiner Leichtigkeit des Seins daherkommt. Es wird ein Wein sein: Eine regelrechte Sommerkomödie, die mit dem Grimmschen Märchen vom Aschenputtel, cineastischen Vorgängern wie „Pretty Woman“, dem Hans Moser-Kitsch und den Klischees des 1950er-Jahre-Kinos so souverän umgeht wie ein Zirkusjongleur mit seinen Bällen.
Gedreht im Winter 1992 in Wien, Niederösterreich und Toronto, ist die Komödie 21. März 1994 in Österreich und am 28. April 1994 in Deutschland in den Kinos gestartet, Pro Sieben strahlte „Tafelspitz“ am 24. Mai 1998 als Free-TV-Premiere aus. Der Film war ein großer Erfolg, auch und gerade beim jungen Publikum – wie etwa im Wiener Vorstadtkino Auge. Der von Lilli erfundene Digestif aus Champagner, Grappa und Sambuca hatte im Bermuda-Dreieck rund um den Wiener Judenplatz Kultstatus.
Schade, dass sich in den Folgejahren das Wiener Ehepaar Schwarzenberger vor allem auf mehr oder minder harmlose Pantoffelkino-Komödien verlegt hat, die freilich in punkto Dialogwitz und Besetzung häufig an die Qualität des frühen „Tafelspitz“-Erfolges heranreichen. Und manchmal sogar Szenen des rabenschwarzen austriakischen Humors wie die folgende aufweisen: Fritz Langs Klassiker „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ dient dazu, die lieben Kleinen ruhig zu stellen, damit sich die Babysitterin Lilli aufs Kochen der Kaiserschöberl konzentrieren kann. Ulrike Schwarzenberger erhielt den Bayerischen Filmpreis 1993 (Drehbuch), während sie beim Deutschen Filmpreis 1994 ein Filmband Gold für den Besten Schnitt erhielt – und Christiane Hörbiger ein weiteres Filmband in Gold für ihre darstellerische Leistung.
Pitt Herrmann