Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Kommissar Friedrich Walther
- Assistent Stettner
- Dr. Konrad Ansbach
- Elise Ansbach
- Gerd Amsbach
- Marion
- Kutte Schwertfeger
- Maxe Schröder
- Marx Karschunke
- Nante
Production company
All Credits
Director
Assistant director
Screenplay
Director of photography
Production design
Prop master
Make-up artist
Costume design
Costumes
Editing
Sound
Music
Cast
- Kommissar Friedrich Walther
- Assistent Stettner
- Dr. Konrad Ansbach
- Elise Ansbach
- Gerd Amsbach
- Marion
- Kutte Schwertfeger
- Maxe Schröder
- Marx Karschunke
- Nante
- Harry
- Peter Schmidt
- Felix Schlüter
- Rudi
- Leonore
- Brigitte Ansbach
- Jesco von Lipinski
- Pathologe #1
- Pathologe #2
- Wichmann
Production company
Producer (TV)
Unit production manager
Location manager
Duration:
89 min
Format:
16mm, 1:1,37
Video/Audio:
Farbe
Screening:
Uraufführung (DE): 05.02.1984, ARD
Titles
- Reihentitel (DE AT CH) Tatort
- Originaltitel (DE) Freiwild
Versions
Original
Duration:
89 min
Format:
16mm, 1:1,37
Video/Audio:
Farbe
Screening:
Uraufführung (DE): 05.02.1984, ARD
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Schnitt. Kurt „Kutte“ Schwertfeger, „Maxe“ Schröder, ein aus dem bürgerlichen Leben gefallener Diplom-Ingenieur, und Nante lassen die Weinflasche kreisen. Die obdachlosen „Penner“, die im Berliner Tiergarten unter wärmendem Zeitungspapier nächtigen, erledigen die Morgentoilette entweder an einer im Volksmund „Plumpe“ genannten Wasserpumpe oder an einem See. „Kutte“, schon seit acht Jahren „auf Trebe“, hat in der Nacht einen Schrei gehört: Am anderen Morgen wird eine Frau im Park gefunden, offenbar erschlagen.
Kommissar Walther schickt seinen Hospitanten, den aus Oldenburg stammenden Studenten Jesco von Lipinski, zwecks Recherche in den Tiergarten. Der ist bei den „Pennern“ noch unbekannt im Gegensatz zu ihm selbst und seinem Assistenten Stettner und kann vielleicht etwas herausfinden. So bei Leonore, die nach Examensängsten ihr Studium nicht beenden konnte und seither auf der Straße lebt. Als „Kutte“, der bei einem Kaffee auf der Wache nichts zur Aufklärung beitragen kann, draußen auf der Straße zusammenbricht, sorgt das für Schlagzeilen: Ist er etwa von der Polizei misshandelt worden?
Der skrupellose Gerd Ansbach, der die Menschenversuche im Dritten Reich verteidigt, weil die Resultate der pharmazeutischen Industrie und damit letztlich der ganzen Menschheit gedient haben, führt seinem Bruder immer neue Probanden aus dem Obdachlosenmilieu zu, darunter Felix Schlüter und den aus dem Osten ‘rübergemachten, Francois Villon zitierenden „Marx“ Karschunke. Schließlich spritzt sich der verzweifelte Konrad Ansbach das Serum selbst: Er will Gewissheit über die bei Kuttes Tod vermutete letale Wirkung seiner Entwicklung.
Als mit Peter Schmidt ein Obdachloser mit hochgradigen Vergiftungen in eine Klinik eingeliefert wird, gibt es erste Vermutungen. Die nach dem Tod Felix Schlüters und der Obduktion seiner Leiche zur Gewissheit wird: Leberzirrhose lautet die Diagnose. Ein bei Letzterem gefundenes Taschentuch mit den Initialen „K.A.“ führt die Ermittler in die Villa Ansbach, wo zu Ehren der Mutter Elise eine große Party stattfindet. Die allerdings durch zahlreiche Obdachlose gestört wird, die inzwischen selbst auf einen Zusammenhang zwischen den verabreichten Medikamenten und den sich häufenden Todesfällen gestoßen sind und sich als „Freiwild“ missbraucht sehen. Während Konrad sich auf der Terrasse der „sakralen Gedenkstätte“ seines Über-Vaters stellen will, bleibt sein Bruder Gerd unbelehrbar: „Es sind wieder kleine Geister, die Großes zerstören.“
Wolfgang Staudte ist mit dem hochkarätig besetzten Krimi „Freiwild“ ein eher politischer denn spannender „Tatort“ gelungen, der auf die Tötung „unwerten Lebens“ im Nationalsozialismus rekurriert. Und zugleich ein Familiendrama mit Tilly Lauenstein als kühles, ihrem verstorbenen Gatten offenbar ebenbürtiges Oberhaupt. Somit knüpft der gebürtige Saarländer, den es auch studienmäßig nach Oldenburg verschlagen hatte, dem Heimatort des Hospitanten Jesco von Lipinski, an seine Defa-Karriere an, die 1946 mit dem ersten deutschen Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns“ begann. Gérard Vandenberg drehte vom 25. Juli bis zum 29. August 1983 im Deutschlandhaus am Theodor-Heuss-Platz, den damaligen Studios des Senders Freies Berlin.
Pitt Herrmann