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Die 3-Groschen-Oper

Deutschland 1930/1931 Spielfilm

Summary

Threepenny Opera

London′s underground world: the elegant gang boss Mackie Messer falls in love with the beautiful Polly, daughter of beggar king Peachum, and plans to marry her. In a dusty underground warehouse - the room lavishly prepared with goods stolen from London′s top shops - the wedding is attended by a crowd of beggars and thieves, as well as Tiger Brown, police chief and Mackie′s best friend.
Peachum, however, strongly opposes the marriage. He puts pressure on Tiger Brown to send Mackie to the gallows, threatening to organize a beggars′ revolt to disrupt the queen′s upcoming coronation if the police chief does not accede to his wishes.

Source: German Films Service & Marketing GmbH

 

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Falk Schwarz
Die Moritat von Mackie, dem Unterweltlöwen
Die ersten Minuten sind stumm. Wir folgen Mackie (Rudolf Forster), dem Verbrecher-Gentleman, durch die dunklen (Atelier-) Gassen Londons, sehen, wie er sich von einer Hure einen Stock geben lässt, in dem allerdings ein Messer steckt. Er schaut sich um, hochmütig, gelassen. Er hört dem Bänkelsänger (Ernst Busch), der von seinen Missetaten singt, ohne Emotion zu. Die Kulisse das alt-Londoner Hafens (dafür wurde die Rückseite des Ateliers geöffnet) schreitet er ab, bis ihm Polly (Carola Neher) auffällt, die er mit den ersten Film-Worten: „Gestatten die Damen“ anspricht. Dann nimmt er sie mit auf ein Tänzchen in einen nahegelegenen Amüsierschuppen, und beschließt, sie noch in derselben Nacht zu heiraten. Mackie als bourgeoiser Lackl? Genauso gibt sich Forster. Um ihn herum tiefes Dunkel, Nacht, aus dem sich Menschen, Häuser und Straßen herausschälen. Mackies Welt scheut das Licht. Eine ambivalent künstliche Kulisse, die André Andrejew als Phantasmagorie mit realistischen Einschiebseln gebaut hat. Fritz Arno Wagners Kamera vermeidet Großaufnahmen und wenn er sie doch nutzt, sind die Gesichter stumm (man beherrschte die Mikrophon-Technik noch nicht). Polly singt den Barbarasong (Kurt Weills fetzige Musik) im Hochzeitskleid! In einer vierminütigen Sequenz fährt die Kamera um Polly herum - sie beginnt mit der Seitenansicht in der nahen Aufnahme von Schulter und Kopf, fährt dann ein wenig um Polly herum, wechselt zwischen naher Aufnahme von seitlich vorne und abgesenkter Halbtotale, die dann die ganze Polly zeigt. Meisterhaft! - Doch der Film schwankt. Regisseur G.W. Pabst, der sich mit Brecht über der Drehbucharbeit zerstritt, erfand ein neues Happyend und verwässerte die ursprüngliche Anklage. Aber filmisch ist diese Oper jeden Groschen wert.

Credits

All Credits

Director

Assistant director

Director of photography

Assistant camera

2nd Camera unit

Production design

Make-up artist

Costume design

Editing

Sound

Sound assistant

Music

Conductor

Cast

manufactured by

Unit production manager

Location manager

Shoot

    • 19.09.1930 - 15.11.1930
Duration:
3077 m, 112 min
Format:
35mm, 1:1.19
Video/Audio:
s/w, Tobis-Klangfilm
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 14.02.1931, B.28190, Jugendverbot

Screening:

Uraufführung (DE): 19.02.1931, Berlin, Atrium

Titles

  • Originaltitel (DE) Die 3-Groschen-Oper
  • Schreibvariante Die Dreigroschenoper

Versions

Original

Länge:
3077 m, 112 min
Format:
35mm, 1:1.19
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 14.02.1931, B.28190, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 19.02.1931, Berlin, Atrium

Prüffassung

Länge:
3097 m, 113 min
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 01.04.1931, O.01975, Jugendverbot;
Zensur (DE): 10.08.1933, O.06861, Verbot

Länge:
2991 m, 109 min
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 24.08.1955, 10493, ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei

Archivfassung

Länge:
3029 m, 111 min
Format:
35mm, 1:1.19
Bild/Ton:
s/w