Biografie
Benjamin Rost wurde 1987 in Augsburg geboren. Er absolvierte bis 2009 eine Ausbildung an der Bayerischen Akademie für Fernsehen in München und studierte anschließend Philosophie und Politikwissenschaften an der Münchner Hochschule für Politik. 2013 begann er ein Studium der Dokumentarfilm-Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Dort realisierte er mehrere Kurzfilme, zum Beispiel den 30-minütigen "Die Beschützer" (2015), der zwei Bodyguard-Anwärter bei ihrer Ausbildung begleitet. Während des Studiums lebte Rost zwischen 2017 und 2019 in Johannesburg, Südafrika, und Kigali, Ruanda, wo er an der Jugendfernsehsendung "Iwacu" der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mitwirkte.
Seinen Abschluss an der Filmakademie Baden-Württemberg machte Benjamin Rost 2020 mit dem langen Dokumentarfilm "A Portrait on the Search for Happiness", über Diamantensucher in Südafrika. Der Film wurde bei den Hofer Filmtagen 2020 uraufgeführt, lief auf zahlreichen Festivals in aller Welt und erhielt dabei mehrere Auszeichnungen; in Deutschland lief er zudem im Fernsehen.
Rosts Dokumentarfilm "Harraga - Those Who Burn Their Lives" (2023), über fünf marokkanische Jugendliche, die als blinde Schiffspassagiere nach Spanien gelangen wollen, lief ebenfalls auf zahlreichen internationalen Festivals, wo er verschiedentlich preisgekrönt wurde. In Deutschland war er für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert.
Neben der Kinoarbeit realisierte Rost im Lauf der Jahre kurze TV-Reportagen für Formate wie "Lebenslinien", "Plan B" und "Wir in Bayern", darunter "Das Leben beginnt nach dem Knast" (2024) und "Inge und die Kraft des Lachens" (2024), über die bekannte Lachyoga-Trainerin und Keynote-Speakerin Inge Fechter.
Zusammen mit Erec Brehmer, der mit Rost zuvor schon als Editor an "Those Who Burn Their Lives", "Das Leben beginnt nach dem Knast" und "Inge und die Kraft des Lachens" gearbeitet hatte, realisierte er ab 2023 den Kino-Dokumentarfilm "Born to Fake" über den Medienfälscher Michael Born. Die Uraufführung fand beim Münchner Filmfest 2025 statt. Der Film wurde mit dem One-Future-Preis der Interfilm Academy Munich, mit dem Baden-Württembergischen Filmpreis der Filmschau Stuttgart und mit dem Dokumentarfilmpreis der Biberacher Filmfestspiele ausgezeichnet. Der Kinostart erfolgte im Mai 2026.