Inhalt
Dritter Teil der populären Jugendfilm-Reihe nach Cornelia Funke. Langsam aber sicher werden die "Wilden Hühner" erwachsen: Inzwischen sind die kessen Mädchen zu attraktiven Teenagerinnen herangereift und haben vor allem mit Liebesproblemen zu kämpfen. Während Sprotte nicht verstehen kann, weshalb ihr Freund Fred es auf einmal so eilig hat mit dem "ersten Mal", hat Melanie ein Geheimnis, das sie noch nicht einmal ihren besten Freundinnen anvertrauen kann –glaubt sie zumindest. Im Lauf der Geschichte aber zeigt sich einmal mehr, dass die "Wilden Hühner" auch und gerade in schwierigen Situationen zusammenhalten.
Kommentare
Sie haben diesen Film gesehen? Dann freuen wir uns auf Ihren Beitrag!
Jetzt anmelden oder registrieren und Kommentar schreiben.
Da kommt eine Klassenfahrt der 9a mit Frau Rose und Herrn Grünbaum gerade recht, um die Stimmung unter den Hühnern und Pygmäen zu heben. Bei Sprotte überwiegen freilich die Bedenken: Ausgerechnet ihre chaotische Mutter Sybille wird kurzerhand als Busfahrerin – und Begleiterin – engagiert, da steht sie ja die ganze Zeit unter verschärfter Beobachtung!
Überraschend fährt auch noch die Grundschulklasse von Frau Honig (Katie Eyssen) mit in die idyllisch gelegene und geradezu schlossartig anmutende Jugendherberge – und mit ihr eine rotzfreche dreiköpfige Mädchenbande, die sich offenbar nicht zufällig „Die Wilden Küken“ nennt: Verena, Bob und Lilli haben sich einiges von ihren sich heute so abgeklärt-erwachsen gebenden Vorbildern abgeguckt.
Für zusätzliche Verwirrung sorgen mit Max ein blutjunger Herbergsvater, der die gute Laune nur so gepachtet hat und sogleich bei Frau Rose mehr als nur höfliche Aufmerksamkeit erregt, und die attraktive Sabrina, die ebenfalls mit ihrer Klasse hier zu Gast ist und allen Pygmäen den Kopf verdreht...
Aus Fuchsalarm wird Babyalarm (mit einer herrlich situationskomischen Szene in der Apotheke): Liebe, Eifersucht, Trost, Solidarität, Abschied und Neuanfang – die „Wilden Hühner“ werden allmählich erwachsen, auch wenn sie der Küken-Nachwuchs noch zu einigen Streichen reizt. Und sie überlassen ihren „Stall“ am Ende (auch der nunmehr dreiteiligen Verfilmung der Kultbuch-Reihe Cornelia Funkes) gern ihren größten Fans.
„Die Wilden Hühner und das Leben“ werden schließlich noch richtig dramatisch, über und sogar auch unter Tage. Und melancholisch. Um mit Trude zu sprechen: „Vielleicht ist es das, was wir lernen müssen, wenn wir erwachsen werden, dass wir nichts festhalten können.“ Eines aber zählt unter Hühnern, Küken und Pygmäen hoffentlich ein ganzes Leben lang: Echte Freundschaft kann die größten Schwierigkeiten überwinden. Die TV-Erstausstrahlung erfolgte am 25. April 2011 im ZDF.
Pitt Herrmann