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Alle Fotos (12)Biografie
Luna Jordan wurde im November 2000 in Berlin geboren. Als Tochter der österreichischen Schauspielerin Bettina Ratschew kam sie früh mit der Welt des Films und der Schauspielerei in Berührung. Nachdem sie als Kind erstmals vor der Kamera gestanden hatte, begann Jordan als Jugendliche im Jahr 2017, regelmäßig in Fernseh- und Kinoproduktionen mitzuwirken. Ihre erste Hauptrolle hatte sie als militante Umweltschützerin in "Kommissarin Lucas – Tote Erde" (2018). Im Jahr darauf trat sie dem Jugendensemble des Deutschen Theaters in Berlin bei und übernahm eine Episodenhauptrolle in einer Folge der Krimiserie "SOKO-Donau". 2020 war sie in den Kammerspielen des Deutschen Theaters in "Die Räuber" zu sehen.
Ebenfalls 2020 gehörte Jordan zur Hauptbesetzung der achtteiligen Streaming-Serie "Wild Republic", über eine Gruppe jugendlicher Straftäter*innen, die während einer erlebnispädagogischen Alpentour plötzlich auf sich allein gestellt sind. Eine größere TV-Rollen hatte sie auch als jugendliche Skateboarderin in der "Polizeiruf 110"-Folge "Frau Schrödingers Katze" (2021). Ebenfalls 2021 übernahm Jordan in der Krimiserie "Jenseits der Spree" eine feste Hauptrolle als Tochter von Jürgen Vogels Kriminalhauptkommissar. Ihr eigener Kurz-Experimentalfilm "Furor" lief 2021 beim Kasseler Dokfest.
Ihre erste Kino-Hauptrolle spielte Luna Jordan bereits in der 2020 erschienen österreichischen Produktion "Fuchs im Bau", als androgyne, zu Gewalt und Selbstverletzung neigende Schülerin einer Klasse in einer Wiener Jugendstrafanstalt. Beim Filmfestival Max Ophüls Preis erhielt Jordan für diese Rolle eine Nominierung als Beste Nachwuchsschauspielerin, beim Österreichischen Filmpreis 2022 die Auszeichnung für die Beste weibliche Nebenrolle. In ihrer viel beachteten Dankesrede bei der Verleihung wies Jordan auf die Häufigkeit von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in der Theater- und Filmbranche hin. Aufgrund der Covid-Pandemie kam der auch sonst vielfach preisgekrönte "Fuchs im Bau" erst im Mai 2022 in die deutschen Kinos.
Im Fernsehen gehörte Jordan zum Ensemble des Mehrteilers "Unschuldig - Der Fall Julia B." (DE/AT, 2023), des Jugend- und Familiendramas "Nach uns der Rest der Welt" (2023) und der Thriller-Serie "Schlafende Hunde" (2023). Im Juni 2023 feierte der bereits 2021 gedrehte Kinofilm "Dead Girls Dancing" gleichzeitige Weltpremiere beim Tribeca Film Festival in New York und beim Filmfest München. Der viel gelobte Film über drei Abiturientinnen, die in einem verlassenen italienischen Bergdorf die Grenzen ihrer neu gewonnenen Freiheit ausloten, startete im November 2023 in den deutschen Kinos. Luna Jordan wurde für ihre Rolle für den Förderpreis Deutscher Film nominiert.
Zahlreiche weitere Rollen folgten, hauptsächlich in Fernsehproduktionen wie etwa "Unsichtbarer Angreifer" (2023), "Sterben für Beginner" (2024) und die Serie "Euphorie" , ein Remake der israelischen Serie "Euphoria", die auch von HBO adaptiert worden war. In Hille Nordens Kinofilm "Smalltown Girl" (2025) spielte Jordan an der Seite von Dana Herfurth eine schüchterne junge Frau, die sich vom exzessiven Lebenswandel ihrer bewunderten ehemaligen Schulkameradin anstecken lässt - bis sie die Gründe dafür zu verstehen beginnt.
Beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2026 feierte Catharina Lotts "Run Me Wild" Premiere, mit Luna Jordan in der Hauptrolle einer Frau mit traumatischer Vergangenheit. Kurz darauf, im März 2026, erhielt sie viel Aufmerksamkeit für die "Polizeiruf 110"-Folge "Your Body, My Choice" in der Regie von Franziska Schlotterer: Darin spielte sie eine Aktivstin, die Frauen ehrenamtlich bei Schwangerschaftsabbrüchen begleitet.
Luna Jordan starb am 13. Mai 2026 im Alter von nur 25 Jahren.