Ildikó Enyedi

Regie, Drehbuch
Budapest, Ungarn

Biografie

Ildikó Enyedi wurde am 15. November 1955 in Budapest, Ungarn, geboren. Sie studierte Betriebswirtschaft, gefolgt von einem Studium der Filmregie in Budapest und Montpellier (Frankreich). Ihr Kinodebüt "Mein 20. Jahrhundert" (HU/DE 1989) wurde bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Caméra d'Or für den besten Nachwuchsfilm ausgezeichnet. Mit ihrem nächsten Film "Der Freischütz" (HU/CH/FR 1994) wurde sie in den Wettbewerb des Filmfestivals von Venedig eingeladen. In den nächsten Jahren realisierte sie in Ungarn weitere Lang- und Kurzfilme sowie die Fernsehserie "Terápia" (2017), konnte aber nicht an ihre ersten Erfolge anknüpfen. 2012 war sie Gründungsmitglied der European Cross Media Academy in Kopenhagen. Mit dem Melodram "Testről és lélekről" ("Körper und Seele", HU 2017) gelang Enyedi schließlich ein internationales Comeback: die poetische Außenseitergeschichte erhielt auf der Berlinale 2017 den Goldenen Bären und war 2018 für den Oscar als Bester fremdsprachiger Film nominiert. Ihre Romanverfilmung "Die Geschichte meiner Frau" (DE/FR/IT/HU 2021) feierte im Wettbewerb von Cannes Premiere.

Enyedis "Silent Friend" (DE/FR/HU 2025), ein poetischer Episodenfilm, in dem Pflanzen das Leben der Protagonist*innen prägen, wurde 2025 in den Wettbewerb von Venedig eingeladen und erhielt dort unter anderem den FIPRESCI-Preis als bester Film sowie den CinemaSarà Award der Cineteca di Milano, der an Filme mit besonderem künstlerischem Wert und relevanter Thematik verliehen wird. Der deutsche Kinostart von "Silent Friend" erfolgte im Januar 2026.

FILMOGRAFIE

2023-2025
  • Regie
  • Drehbuch
2019-2021
  • Regie
  • Drehbuch
1994
  • Regie
  • Drehbuch
1988/1989
  • Regie
  • Drehbuch