Herbert Grönemeyer

Herbert Grönemeyer

Weitere Namen: Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer (Geburtsname)
Darsteller, Drehbuch, Musik, Produzent
*12.04.1956 Göttingen

Biografie

Geboren am 12. April 1956 in Göttingen, wächst Herbert Grönemeyer in Bochum auf. 1968 gründet er im Alter von zwölf Jahren seine erste Band und studiert zunächst 1975 Musikwissenschaft und Jura. Er wird jedoch 1976 Musikalischer Leiter des Bochumer Schauspielhauses, an dem er auch als Schauspieler tätig ist. Mit Peter Zadek dreht er 1977 den TV-Film "Die Geisel" und tritt 1978 in dessen Inszenierung von Shakespeares "Ein Wintermärchen" am Hamburger Schauspielhaus auf. Weitere TV-Rollen in "Uns reicht das nicht" (Jürgen Flimm, 1978) und "Daheim unter Fremden" (Peter Keglevic, 1979) folgen. Parallel dazu arbeitet er bis 1980 als Schauspieler und Musikalischer Leiter am Staatstheater in Stuttgart und am Kölner Schauspielhaus.

In dieser Zeit erscheint auch sein erstes Soloalbum Grönemeyer. Im Anschluss an "Das Boot" hat Herbert Grönemeyer seinen letzten Leinwand-Auftritt in Peter Schamonis "Frühlingssinfonie" (1983) in der Rolle des Komponisten Robert Schumann. Im Fernsehen sieht man ihn in den von Peter Beauvais inszenierten TV-Spielen "Die ewigen Gefühle" (1984) und "Sommer in Lesmona" (1986), wobei er für letzteres auch die Musik schreibt und mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wird. Jetzt wendet er sich immer stärker der Musik zu, und seinen ersten großen musikalischen Erfolg verzeichnet er mit Männer aus dem Album Bochum (1984).


Seitdem ist er mit 25 Platin-Auszeichnungen einer der erfolgreichsten Rockstars Deutschlands. 1998 stirbt einer seiner Brüder und im selben Jahr auch seine Frau, die Schauspielerin Anna Henkel, weshalb er sich für einige Zeit in Trauer zurückzieht. Die Plattenproduktion Mensch beschert ihm 2002 ein Comeback, woraufhin ihn der amerikanische Theaterregisseur Robert Wilson zurück ans Theater holt: Grönemeyer vertont Georg Büchners Komödie "Leonce und Lena", die 2003 mit großem Erfolg Premiere am Berliner Ensemble hat. 2006 schreibt er für die Fußball-Weltmeisterschaft die offizielle Hymne Zeit, dass sich was dreht.

Herbert Grönemeyer wird bereits 1999 mit einem Millenium Award und der Goldenen Kamera für seinen Beitrag zur deutschen Rockmusik und für seine filmischen Leistungen ausgezeichnet. 1992, 1994 und 2003 erhält er jeweils den Echo-Musikpreis als bester nationaler Künstler.

Quelle: "Das Boot. Auf der Suche nach der Crew der U96", hrsg. v. Deutsches Filmmuseum / Deutsches Filminstitut – DIF e.V.; erschienen im Henschel Verlag, Berlin/Leipzig, 2006.

Filmografie

2007 Frei: Gespielt. Mehmet Scholl - Über das Spiel hinaus
Mitwirkung
 
1998/1999 Platonische Liebe
Musik
 
1987 Der dicke Rebell
Produzent
 
1986 Sommer in Lesmona
Musik
 
1985 Verworrene Bilanzen
Musik
 
1982/1983 Frühlingssinfonie
Darsteller
 
1980/1981 Das Boot
Darsteller
 
1979 Zuhaus unter Fremden
Darsteller
 
1979 Ein Abstecher nach Enkenbach
Kommentar
 
1978/1979 Von Tag zu Tag
Darsteller
 

Übersicht

Literatur

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