DEFA-Stiftung präsentiert Filme von Heynowski & Scheumann im Kino Arsenal

27.05.2014 | 09:24 Uhr

DEFA-Stiftung präsentiert Filme von Heynowski & Scheumann im Kino Arsenal

Am kommenden Montag, 2. Juni, präsentiert die DEFA-Stiftung im Kino Arsenal in Berlin eine Auswahl von Dokumentarfilmen von Walter Heynowski und Gerhard Scheumann.

Anlass ist die Premiere der DVD-Box "Studio H&S – Walter Heynowski und Gerhard Scheumann" von absolut medien. Die beiden Publizisten Walter Heynowski und Gerhard Scheumann, die 1969 das "Studio H&S" gründeten, zählen zu den wichtigsten und am meisten diskutierten Dokumentarfilmern der DDR. Besonders die Filme, die sie in Vietnam, Chile oder Kambodscha drehten, sind erschütternde Zeitdokumente.
Im ersten Teil des Abends werden mehrere Kurzfilme des "Studio H&S" gezeigt. Im zweiten Teil des Abend läuft der Film "Die Angkar" (1981) über das Terrorregime Pol-Pots in Kambodscha.

Zu beiden Vorstellungen wird Walter Heynowski im Kino Arsenal anwesend sein.

Programm

19h:
"400 cm³", Walter Heynowski, DDR 1966, 6 Minuten
"Remington Cal. 12", Gerhard Scheumann, Walter Heynowski, DDR 1972, 14 Minuten
"Psalm 18", Gerhard Scheumann, Walter Heynowski, DDR 1974, 5 Minuten
"Geldsorgen", Gerhard Scheumann, Walter Heynowski, DDR 1975, 6 Minuten
"Meiers Nachlass", Gerhard Scheumann, Walter Heynowski, DDR 1975, 21 Minuten
"o.k.", Walter Heynowski, DDR 1965, 32 Minuten

"400 cm³" (1966) ist ein Aufruf, Blut für Vietnam zu spenden. "Psalm 18" und "Geldsorgen" nehmen die Militärdiktatur in Chile satirisch aufs Korn. "Meiers Nachlass" (1975) beleuchtet eine Auktion mit Wertgegenständen von Hermann Göring in den 1970er Jahren in München.

21h:
"Die Angkar", Gerhard Scheumann, Walter Heynowski, DDR 1981, 88 Minuten
Das Khmer-Wort "Angkar" bedeutet "Organisation". Die Angkar des Pol-Pot-Regimes regierte nach eigenen ungeschriebenen Gesetzen. Die im zentralen Verhör- und Vernichtungslager S21, der ehemaligen Oberschule Tuol Sleng in Phnom Penh, entdeckten Akten und Fotokarteien dokumentieren 20.000 Tote.

Die Filme konnten mit Hilfe von Fördermitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der Digitalisierungsoffensive 2013 digitalisiert werden.

Weitere Informationen: www.arsenal-berlin.de
Quelle: www.defa-stiftung.de

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