Inhalt
Der Dokumentarfilm richtet den Blick auf die Ostseeinsel Hiddensee und verknüpft ihre Geschichte über ein Jahrhundert hinweg mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, insbesondere dem erneuten Rechtsruck in Deutschland. Ausgehend von den gegenwärtigen politischen Spannungen zwischen Bürgermeister und Pastor öffnet sich ein historischer Rückblick bis in die 1920er-Jahre. Die Lebensgeschichten früherer Bewohner*innen – darunter der deutsche Dramatiker und Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann sowie die dänische Stummfilmikone Asta Nielsen – stehen exemplarisch für kulturelle Aufbrüche, ideologische Brüche und die nachhaltigen Auswirkungen politischer Umwälzungen. Der in schwarz-weiß gehaltene Film verbindet dokumentarische Beobachtung mit stilisierten Elementen wie dem Einsatz von Puppen und atmosphärischen Naturbildern, als vielschichtiges Porträt einer Insel, deren Ruf als Sehnsuchtsort immer wieder durch gesellschaftliche und politische Spannungen gebrochen wird.
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