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Veröffentlicht auf filmportal.de (https://www.filmportal.de)

Männer, Helden, schwule Nazis

Deutschland 2004/2005 Dokumentarfilm

Seit Beginn der Homosexuellenbewegung gibt es rechte Schwule, denen Männlichkeit und Nationalismus wichtig sind und die Tunten und Frauen als minderwertig ansehen und Antisemitismus propagieren.

 

So schrieb der Neonazi Michael Kühnen Ende der 80er Jahre, kurz vor seinem Aids-Tod, dass schwule Männer die besseren Kämpfer seien, da sie ohne Familie unabhängiger und tapferer wären. In meiner Dokumentation stelle ich schwule Männer vor, die sich als rechts bezeichnen oder eine rechtsradikale Vergangenheit haben.

André ist Skinhead und hat mit rechten Glatzen zu tun, von denen die meisten sein Schwulsein tolerieren. Alexander Schlesinger gehört einer rechtsradikalen Partei an und meint, dass sein Parteichef von seiner Homosexualität weiß. Bernd Ewald Althans, bekannt durch den Film "Beruf Neonazi", saß wegen Leugnung des Holocausts im Knast und organisiert heute Schwulen-Partys in Berlin. Jörg Fischer war neun Jahre in der NPD und DVU tätig, wobei er über vier Jahre lang ein Verhältnis mit einem Parteimitglied hatte; er stieg 1991 aus und arbeitet heute als Journalist.

Der Journalist Rainer Fromm schätzt, dass 10 –15 Prozent der Führungsmitglieder von Neonazi-Parteien Homosexuelle sind, deren Schwulsein intern geduldet wird.

Für manche Zuschauer wird es schockierend sein, dass ich in meinem Film selbst nicht Stellung nehme, dass ich schwule Neonazis nicht als Monster darstelle, sondern als Menschen, die einen großen Widerspruch leben. Prof. Rüdiger Lautmann beantwortet in meinem Film diesen Widerspruch am schlüssigsten: "Schwule wurden immer verfolgt, in allen Parteien, allen Religionen und Gesellschaften. Deshalb ist es kein Grund für Schwule, sich nicht rechten Gruppierungen anzuschließen, denn die Angst, entdeckt und bestraft zu werden, war und ist fast überall gleich." (Rosa von Praunheim)

Quelle: 55. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

Credits

Regie

  • Rosa von Praunheim

Drehbuch

  • Rosa von Praunheim (Konzept)

Kamera

  • Lorenz Haarmann

Schnitt

  • Stefan Kobe

Musik

  • Alexander Kraut

Produktionsfirma

  • Rosa von Praunheim Filmproduktion (Berlin)

Produzent

  • Rosa von Praunheim

Alle Credits

Regie

  • Rosa von Praunheim

Regie-Assistenz

  • Karin Ostertag

Drehbuch

  • Rosa von Praunheim (Konzept)

Interviews

  • Rosa von Praunheim

Kamera

  • Lorenz Haarmann

Schnitt

  • Stefan Kobe

Ton

  • Jens Pätzold

Sonstiges

  • Thomas Brunn (Mitarbeit)
  • Martin Busker (Mitarbeit)
  • Winfried Kaute (Mitarbeit)
  • Martin Kruppe (Mitarbeit)
  • Mike Shephard (Mitarbeit)

Musik

  • Alexander Kraut

Mitwirkung

  • Ewald Althans
  • André
  • Alexander Schlesinger
  • Jörg Fischer
  • Winfried Bonengel
  • Klaus Wowereit
  • Bernd Hergemöller
  • Lothar Machtan
  • Jürgen Rieger
  • Rüdiger Lautmann
  • Rainer Fromm
  • Burkhard Schröder
  • Albert Knoll
  • Susanne zur Nieden
  • Sven Reichardt
  • Bastian Finke
  • Pierre Seel
  • Jochen Herdiekerhoff
  • Gottfried Küssel
    Archiv
  • Michael Kühnen
    Archiv
  • Pim Fortuyn
    Archiv
  • Jörg Haider
    Archiv
  • Hermes Phettberg
    Archiv

Produktionsfirma

  • Rosa von Praunheim Filmproduktion (Berlin)

in Co-Produktion mit

  • Norddeutscher Rundfunk (NDR) (Hamburg)

Produzent

  • Rosa von Praunheim

Redaktion

  • Barbara Denz

Produktionsleitung

  • Daniel Buresch

Dreharbeiten

    • Berlin, Nürnberg, Feldmark, Münche, Dachau, Bad Wiessee
Länge:
90 min
Format:
DigiBeta, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe + s/w, Ton
Aufführung:

Uraufführung: 16.02.2005, Berlin, IFF - Panorama Dokumente;
TV-Erstsendung: 20.03.2006, Nord 3

Titles

Additional titles
  • Originaltitel (DE) Männer, Helden, schwule Nazis

Versions

Original

Länge:
90 min
Format:
DigiBeta, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe + s/w, Ton
Aufführung:

Uraufführung: 16.02.2005, Berlin, IFF - Panorama Dokumente;
TV-Erstsendung: 20.03.2006, Nord 3

URL: https://www.filmportal.de/film/maenner-helden-schwule-nazis_35694d68ec064cf8bc7ba1ff3b3b2e4e