Graft Versus Host
Ausgangspunkt von "Graft Versus Host" ist die Diagnose einer seltenen Krebsart beim Filmemacher. Diese Erkrankung, das T-Zell-Lymphom, führt zum Versagen des Immunsystems und der körpereigenen Abwehrmechanismen. Die medizinische Behandlung erfolgte in drei Phasen: 1. Remission der Krebszellen, 2. Immuntransplantation und 3. Anpassung an ein neues Immunsystem.
Der Film nutzt diese drei Phasen als Rahmen, um den Zusammenbruch der Sowjetunion, die Einführung der freien Marktwirtschaft als neues Wirtschaftssystem und einen langwierigen Anpassungsprozess zu spiegeln, der von chronischen Nebenwirkungen geprägt ist. Weit davon entfernt zu behaupten, dass die Biologie ein Modell für eine perfekte Gesellschaftsordnung bietet, verwendet Graft Versus Host medizinische Terminologie, um komplexe geopolitische Veränderungen der jüngeren Geschichte und die vielschichtigen Ursachen der beunruhigenden politischen Realität von heute zu erfassen.
Quelle: 76. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)
Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Szenenbild
Animation
Schnitt
Ton-Design
Musik
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Uraufführung (DE): 16.02.2026, Berlin, IFF - Berlinale Shorts, Urania
Titles
- Originaltitel (DE) Graft Versus Host
Versions
Original
Uraufführung (DE): 16.02.2026, Berlin, IFF - Berlinale Shorts, Urania