Das Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum Stuttgart e.V. veranstaltet seit 2005 den jährlichen Dokumentarfilmtreff DOKVILLE. Der Branchenkongress diskutiert in seiner diesjährigen Ausgabe, die am kommenden Donnerstag und Freitag (18. und 19.06.) stattfindet, die Gefahrenpotenziale, der die Demokratien der Gegenwart ausgesetzt sind, und fragt: Ist unsere Zivilgesellschaft am Ende?
Zu den hochkarätigen Gästen, die zu diesem Thema Impulse geben, gehört als Eröffnungsredner Prof. Dr. Joachim Gauck, Bundespräsident a. D., ein Mutmacher und Kämpfer, der mit bespiellosem Engagement jeglichen antidemokratischen Tendenzen entgegentritt. Im dazugehörigen Themen-Panel diskutieren die Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal, die Leiterin des ARD-Studios Istanbul/Teheran Katharina Willinger, der Regisseur Stephan Lamby, die Medienmanagerin Nathalie Wappler (Vorsitzende Medienrat) und Paul Ronzheimer von BILD.
Weitere Gäste sind der Regisseur Wim Wenders, der Musiker Sebastian Krumbiegel, die Politik-Expertin Paulina Fröhlich, Tübingens OB Boris Palmer, die Ko-Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament Terry Reintke sowie der ehemalige EU-Kommissar Günther Oettinger. Alle Gäste aus Medien und Politik sowie das vollständige Programm sind unter folgendem Link zu finden: www.dokville.de.
Neben Debatten und Talk-Runden bietet DOKVILLE wie auch in früheren Jahren seinen Gästen Case Studies von herausragenden dokumentarischen Arbeiten, etwa zum neuen Dokumentarfilm von Andreas Pichler "Elon Musk Uncovered – Das Tesla-Experiment" (ARD) oder zur erschütternden ARTE-Produktion "Inside Gaza" von Hélène Lam Trong. Zum dritten Mal bietet der Branchentreff sein Pitch Format "Speed-Dating" an, bei dem Regisseurinnen und Regisseure die Möglichkeit haben, neue Projekte und Projektideen den angereisten Senderredaktionen vorzustellen.
Ein Klassiker bei DOKVILLE ist die Rubrik "Special Guest", für die das Haus des Dokumentarfilms in diesem Jahr Wim Wenders gewinnen konnte. Neben einem Gespräch über sein umfängliches Werk tritt der Meisterregisseur gleich in einer Doppelfunktion auf. Wenders ist nämlich auch Juryvorsitzender des "Europäischen Dokumentarfilmpreises“, den das Haus des Dokumentarfilms gemeinsam mit der Film- und Medienstiftung NRW im Rahmen von DOKVILLE 2026 erstmals vergibt.
Der neugeschaffene Preis würdigt das Lebenswerk einer oder eines europäischen Filmschaffenden und ist mit 15.000 Euro dotiert. Künftig soll er jährlich zwischen Stuttgart und Köln alternieren.
Als Stuttgarter Veranstaltungspartner des Hauses des Dokumentarfilms lädt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg am Vorband von DOKVILLE (17. Juni) zu einem Special Screening mit Filmgespräch ein. Gezeigt wird bei freiem Eintritt "Der Helsinki-Effekt", eine historische Kino-Doku, die auf so lehrreiche wie unterhaltsame Weise erzählt, wie es am 1. August 1975 zur Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki kam.
Quelle: www.hdf.de