Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Cast
- Julian Wilhelm
- Laura Melzer
- Anno Wilhelm
- Sabrina
- Krankenschwester
- Diesel
- Psychotherapeutin
- Mutter im Supermarkt
- Sanitäter
- Vater Wilhelm
Production company
Producer
All Credits
Director
Assistant director
Script supervisor
Screenplay
Director of photography
Assistant camera
Colour grading
Visual effects
Lighting design
Production design
Property master
Stand-by props
Make-up artist
Costume design
Editing
Assistant editor
Sound design
Sound
Sound assistant
Foley artist
Audio mixing
Casting
Cast
- Julian Wilhelm
- Laura Melzer
- Anno Wilhelm
- Sabrina
- Krankenschwester
- Diesel
- Psychotherapeutin
- Mutter im Supermarkt
- Sanitäter
- Vater Wilhelm
- Arzt
- Nadja
- Alte Dame
- Alter Herr
Production company
in co-production with
in association with
Producer
Co-Producer
Executive producer
Location manager
Production assistant
Shoot
- 22.08.2006 - 30.09.2006: München
Duration:
87 min
Video/Audio:
Farbe, Ton
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 17.08.2007, Arte
Titles
- Originaltitel (DE) Das letzte Stück Himmel
Versions
Original
Duration:
87 min
Video/Audio:
Farbe, Ton
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 17.08.2007, Arte
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Julian hat den Tod der Mutter bis heute nicht verkraftet hat und hält ständig Zwiegespräche mit „Mammi“. Spießbürgerliche Wohnung in Wuppertal, Job in einem Supermarkt, dazu ständig unter Kuratel des schier unerträglichen Vaters, der sich nur Respekt zu verschaffen weiß, indem er ein Damoklesschwert über Julian hält: Die jederzeit mögliche Einweisung des Sohnes, der schon mehrere Zusammenbrüche, Klinikaufenthalte und Selbstmordversuche hinter sich hat, in eine psychiatrische Anstalt.
Als es wieder einmal soweit ist, dass Julian sich von der höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands in die Tiefe stürzen will, ist Anno gerade im malerischen Voralpenland unterwegs zu einer Fotosession auf einem Flugplatz. Wo er die schöne Kunstfliegerin Laura Melzer kennenlernt, aber zunächst nicht näher, da sie ihm die kalte Schulter zeigt. Dass sie dann wenig später doch noch an seiner Seite im noblen weißen Cabrio sitzt, ist eine andere Geschichte.
Da platzt Julians Nachricht vom erneuten Suizidversuch via Handy dazwischen und Anno, der sich bis dahin nur wenig bis gar nicht für das Leben seines Bruders interessiert hat, setzt sich kurzentschlossen in seinen Porsche, um quer durch die Republik zu rasen. Er will seinen Bruder nicht nur einmal mehr vom Sprung in den Tod abhalten, sondern das Übel endlich an der Wurzel packen: Anno „entführt“ Julian kurzerhand nach München, quartiert ihn in seiner Luxuswohnung ein und zeigt ihm, wie schön das Leben sein kann.
Wozu auch zur eigenen Überraschung die attraktive Laura gehört, deren Foto Julian im Handschuhfach des Porsche entdeckt hat. Laura, in deren Gegenwart Julian förmlich aufblüht, wehrt sich sofort gegen das verzwickte „Dreieck“, das sich anzubahnen scheint. Ein schwerer Unfall scheint die Situation zu klären: Laura bekommt bei einem gemeinsamen Flug über die Alpen gesundheitliche Probleme, die Luftrettung muss eingreifen. In der Klinik stellt sich heraus: Hirntrauma. Als sie nach langer Zeit aus dem Koma erwacht, erntet – wieder einmal – Anno die unverdienten Meriten: Er ist rein zufällig am Krankenbett, während Julian es war, der die ganze Zeit über Wache geschoben hat. So wird Julian, für den Laura nun ein unerreichbar gewordenes Stück Himmel geworden ist, erneut in eine Nervenklinik eingewiesen. Der Vater kommt aus Wuppertal angereist, um den verlorenen Sohn abzuholen...
Jo Baier hat das Drama zweier ungleicher Brüder auf völlig unaufdringliche Weise mit einer zarten Liebesgeschichte verknüpft. „Das letzte Stück Himmel“ geht unter die Haut, ohne ins Psycho- oder Melodramatische abzudriften. Das verdanken wir neben dem Regisseur einer eher distanzierten Kamera von Judith Kaufmann (die dennoch einige wunderschöne Landschaften auf Zelluloid bannt) und einem überzeugend einfühlsamen Ensemble, das jede holzschnittartige Schwarzweiß-Zeichnung sorgsam vermeidend die Figuren mit all’ ihren Brüchen und Schwächen, aber auch all’ ihren erstaunlichen Wandlungen glaubhaft verkörpert.
Im Abspann taucht die Widmung „Für Julian. 2002“ auf. Sie stammt vom jungen Autor Michael Watzke, der im – und mit dem – Drehbuch den Selbstmord seines Bruders verarbeitet hat. Oder auch nicht. Denn Watzke, Anfang Dreißig, der in den 1990er Jahren aus Remscheid, was auch im Bergischen Land und unweit Wuppertals liegt, zur Drehbuchwerkstatt nach München kam, wo er heute als erfolgreicher Journalist und Autor tätig ist, dementiert jeglichen autobiographischen Bezug.
Pitt Herrmann