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All Pictures (24)Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Ruth
- Unteroffizier Walter
- Leutnant Kurt
- Bai Petko
- Blashe
- Ruths Vater
- Partisanin
- "Doktor"
- Polizeichef
- Alte Jüdin
Production company
All Credits
Director
Director (other)
Assistant director
Screenplay
Script editor
Director of photography
Camera operator
Assistant camera
Still photography
Lighting design
Production design
Set design
Set construction
Prop master
Property master
Make-up artist
Costume design
Editing
Sound
Music
Source music
Cast
- Ruth
- Unteroffizier Walter
- Leutnant Kurt
- Bai Petko
- Blashe
- Ruths Vater
- Partisanin
- "Doktor"
- Polizeichef
- Alte Jüdin
- Wachtposten
- Hauptmann
- Soldat
- Schmied
- Nervöser Jude
- Fieberkranker
- Wasserträger
- Muzzi
- Freundin von Muzzi
Production company
Unit production manager
Location manager
Original distributor
Shoot
- 1958: Umgebung von Sofia [Spätsommer ]
FSK-Prüfung (DE): 23.03.1960, 21160 [2. FSK-Prüfung]
Uraufführung (DD): 27.03.1959, Berlin, Haus der Berliner Jugend, Klosterstraße / Babylon
Titles
- Originaltitel (BG) Zwezdy
- Originaltitel (DD) Sterne
- Weiterer Titel (ENG) Stars
Versions
Original
FSK-Prüfung (DE): 23.03.1960, 21160 [2. FSK-Prüfung]
Uraufführung (DD): 27.03.1959, Berlin, Haus der Berliner Jugend, Klosterstraße / Babylon
Digitalisierte Fassung
Prüffassung
FSK-Prüfung (DE): 24.11.1959, 21160, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Kinostart (DE): 03.06.1960
Die Digitalisierung dieses Films wurde 2023 im Rahmen des Förderprogramm Filmerbe gefördert.
Das Förderprogramm Filmerbe (FFE) von BKM, den Ländern und FFA stellt seit dem 1. Januar 2019 für den Zeitraum von zehn Jahren jährlich bis zu 10 Millionen Euro für die Digitalisierung von Kinofilmen zur Verfügung.
Für die abendfüllenden Spiel- und Dokumentarfilme in diesem Förderprogramm stellt filmportal.de die jeweiligen Filmanfänge bereit. Eine Übersicht über alle geförderten Filme auf filmportal.de finden Sie hier.
Weitere Informationen unter www.ffa.de
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„Jetzt ist das Zeitalter des allgemeinen Idiotismus hereingebrochen“: Nicht, dass dieser durch den Krieg zum Nihilisten gewordene Intellektuelle sonderliche Sympathie für Partisanen hegte, die aus dem Hinterhalt agieren und der Wehrmacht so manche Probleme bereiten. Doch Walter sieht schon längst keinen Sinn mehr im Weltenbrand und hilft, etwa mit Medikamenten, wo es ihm möglich erscheint. Auch jetzt, als viele hundert Juden aus Griechenland nach einem langen Fußmarsch hier einen dreitägigen Zwischenaufenthalt haben, bevor sie auf dem Schienenweg weiter gen Osten fahren: „Der Mensch muss manchmal etwas tun, um sich zu beweisen, dass er kein Schwein ist.“
Von Stacheldrahtzaun umgeben sind sie in einem für ihre Anzahl viel zu kleinen Schulgebäude eingepfercht. Eine alte Jüdin versucht eine junge Frau zu beruhigen, die unmittelbar vor der Geburt ihres Kindes steht. Walter wird von Ruth, die sich unermüdlich um Kinder wie um Greise kümmert, um Hilfe für die Mitgefangene, bei der bereits die Wehen eingesetzt haben, gebeten. Obwohl er zunächst brüsk ablehnt auch im Bewusstsein des weiteren Schicksals dieser Menschen, besorgt er – mit Erlaubnis seines Vorgesetzten Kurt – einen Arzt.
Walter, in seiner Einheit als „Rembrandt“ belächelt, seit ihn der ihm alles andere als wohl gesonnene Hauptmann abschätzend so genannt hat, erkennt in der einstigen Lehrerin Ruth eine Seelenverwandte, mit der er sich austauschen kann. Beide verlieben sich ineinander und in dem Deutschen reift der Plan, die griechische Jüdin mit Hilfe der Bulgaren zu retten. Deren Anführer Bai Petko, der beinahe täglich mit Gleichgesinnten konspirativ beim Schmied zusammenhockt, bereits eine heimische jüdische Gastfamilie als vorübergehenden Unterschlupf gewinnen konnte.
Als der junge Blashe beim Medikamentenschmuggel im Hinterland gefasst und vom mit den Deutschen kooperierenden bulgarischen Polizeichef verhört wird, muss auch Walter auf dem Amt erscheinen. Doch der offenbar gefolterte Blashe hat ihn nicht verraten. Dafür entpuppt sich Kurt, der Gemüts- und Genussmensch, der schon 'mal Fünfe gerade sein und seinem Freund Walter nicht nur Spanferkelbraten zukommen lässt, als Zyniker. Der in Folge der Verhaftung Blashes das Lager auf Medikamente hin durchsucht und gefundene Chininröhrchen auf dem Appellplatz demonstrativ selbst zertritt.
Mehr noch: im Bewusstsein, dass Walter einiges aufs Spiel setzen wird, um Ruth zu retten, nennt er diesem eine falsche Abfahrtzeit des Transportzuges. Walter kann nur noch den Rücklichtern des letzten Waggons hinterherlaufen – und einen abgerissenen Judenstern aus dem Schlamm ziehen. „Hab dich belogen. So ist es besser“ hat Kurt ein Ruth-Porträt überpinselt und demonstrativ mitten ins Zimmer gestellt.
Im Vorfeld der Koproduktion hatte es einige Irritationen bei beiden Partnern gegeben. Während die Deutschen, die gerade noch Konrad Wolfs „Sonnensucher“ verboten hatten, einen antifaschistischen Film wollten und kein sentimentales Melodram noch dazu mit einer Jüdin als zweiter Hauptrolle, fürchteten die Bulgaren nichts so sehr wie das Rütteln am Tabu der Kollaboration mit den Besatzern. Alle Bedenken waren wie weggeblasen, als es noch 1959 drei internationale Auszeichnungen gab: den Sonderpreis der Jury des XII. Int. Filmfestival Cannes, eine Anerkennungsurkunde beim Int. Filmfestival Edinburgh sowie die Goldmedaille beim Filmfestival der VII. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Wien.
Pitt Herrmann