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All Pictures (5)Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Production company
All Credits
Director
Creative supervisor
Screenplay
Director of photography
Assistant camera
Still photography
Editing
Sound
Participation
Production company
in co-production with
Co-Producer
Producer (TV)
Unit production manager
Location manager
Original distributor
Shoot
- Oktober 2003 - Oktober 2005: Europa
Duration:
95 min
Format:
HD Cam - überspielt auf 35mm, 1:1.85
Video/Audio:
Farbe, Dolby Digital
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung: 08.02.2006, 18879 VV [DVD];
FSK-Prüfung: 03.11.2006, 108050, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Screening:
Uraufführung: 11.11.2005, Amsterdam, IDFA;
Erstaufführung (DE): 02.06.2006, Ludwigshafen, Festival des deutschen Films;
Kinostart (DE): 18.01.2007;
TV-Erstsendung (DE): 04.11.2007, 3sat
Titles
- Originaltitel (AT DE) Unser täglich Brot
Versions
Original
Duration:
95 min
Format:
HD Cam - überspielt auf 35mm, 1:1.85
Video/Audio:
Farbe, Dolby Digital
Censorship/Age rating:
FSK-Prüfung: 08.02.2006, 18879 VV [DVD];
FSK-Prüfung: 03.11.2006, 108050, ab 12 Jahre / feiertagsfrei
Screening:
Uraufführung: 11.11.2005, Amsterdam, IDFA;
Erstaufführung (DE): 02.06.2006, Ludwigshafen, Festival des deutschen Films;
Kinostart (DE): 18.01.2007;
TV-Erstsendung (DE): 04.11.2007, 3sat
Awards
2008
- Adolf-Grimme-Preis
IDFA Amsterdam 2005
- Spezialpreis der Jury
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Woher kommt unsere Nahrung? Dieser Frage geht der österreichische Dokumentarfilmer Nikolaus Geyrhalter („Pripyat“, „Elsewhere“) in seinem u.a. auf den Festivals von Amsterdam, Paris, Montreal, Athen und Toronto preisgekrönten Film „Unser täglich Brot“ nach, den er selbst als „ein nicht immer leicht verdauliches Bilder-Mahl in Breitwandformat“ (auf 35-Millimeter-Material gedreht) charakterisiert.
Am Fließband und durch andere effizient konstruierte Maschinen werden Hühner, Schweine und Rinder geboren, gefüttert, getötet und zur täglichen Nahrung für Millionen von Menschen verarbeitet. Wobei die industrielle Produktion unserer pflanzlichen Nahrung, also die Erzeugung etwa von Tomaten, Gurken, Spargel oder Sonnenblumenkernen der der tierischen durchaus entspricht. Samt skurrilem Olivenbaum-Schüttler. Freilich kann uns der Salat nicht so anschauen wie die auf der Ladefläche eines LKW zusammengepferchten Schweine auf ihrer letzten Fahrt.
„Unser täglich Brot“, der Titel zitiert das christliche Vaterunser-Gebet aus dem 6. Kapitel Matthäus, zeigt in langen, kommentarlosen, aber deshalb keineswegs stummen Einstellungen diesen schier unglaublichen fabrikmäßigen Herstellungsprozess, der so gar nichts gemein hat mit den Werbebotschaften von natürlicher Nahrung aus gesunder Umwelt. Von der Gemüse- zur Geflügel-Erntemaschine: Wer diese Bilder von sterilen Räumen, zunächst nur skurril anmutenden Maschinen, von inhumaner funktioneller Architektur und bewusst zerstörter Landschaft, in die nur Aufnahmen von schweigend ihr Pausenbrot verzehrenden Arbeiterinnen aus dieser Lebensmittelindustrie geschnitten sind, gesehen hat, wird ein anderes Verhältnis zu unserer angeblichen Zivilisation entwickeln.
Und, so auch die Hoffnung Nikolaus Geyrhalters, neu über unsere Lebens- und Essgewohnheiten nachdenken. Der Regisseur und Produzent in Personalunion stellt mit „Unser täglich Brot“ die Seinsfrage: Wo steht der Mensch in einer Welt, die er zu beherrschen verlernt hat, die ihn beherrscht und sich in ganz elementaren Dingen verselbständigt hat?
Pitt Herrmann