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Schwarzer Kies

BR Deutschland 1960/1961 Spielfilm

Summary

Black Gravel
In 1960, in a rural part of West Germany, an American military base is set up in a small village of 250 inhabitants. Now, 6000 soldiers are living in the region, and although no one really likes them, everybody is doing business with them. Some turn old barns in "typically American bars" where Gis can spend their pay for drinks; numerous prostitutes are visiting the region regularly to allow the Americans to forget about their homesickness for several costly minutes; others benefit from the construction of a military air base.

Robert Neidhardt belongs to the last group. He is a disillusioned man who only wants to make some quick money. Robert supplies the gravel for the runway construction. But the black market turns out to be most profitable: Robert sells the gravel underhand to German contractors, thus earning twice with every delivery. But one night, Robert is pursued by the police who want to stop black market activities. On his flight, Robert runs over two pedestrians. Although the accident is not his fault, Robert does not go to the police, and his unscrupulousness takes him to extreme measures.

 

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Falk Schwarz
Mit Kies zugeschüttet
Ein Hund läuft zwischen Baumaschinen und Lastwagen herum. Jemand wirft einen Pflasterstein nach ihm. Er ist tot. Die Brutalität dieser ersten Sequenz charakterisiert den Film. Robert Neidhardt (Helmut Wildt) fährt Kies mit seinem Laster, betrügt seine Arbeitgeber, holt für sich heraus, was möglich ist. Als er Inge (sehr differenziert: Ingmar Zeisberg) durch Zufall wiedertrifft, erwacht in ihm die alte Leidenschaft. Oder ist es Liebe? In dem rohen Milieu dieses Dorfes, das in der Nähe von Amikasernen liegt, machen alle mit den GIs Geschäfte. Da haben Gefühle kaum Platz. Neidhardt wirbt um sie, zunächst vergeblich. Aber er lässt nicht locker. Als er bei einer nächtlichen Fahrt zwei Menschen überrollt, vergräbt er die Leichen unter dem Kies. Als Inge sich verzweifelt an ihn hängt, weil die Liebe zu diesem gefühlskalten Mann sie erneut gepackt hat, fährt er mit seinem Laster weiter, sie stürzt herunter und ist tot. Er begräbt auch sie unter dem Kies. - Die Dichte des Milieus ist bezwingend und abstoßend - Kameramann Heinz Pehlke taucht den Film gnadenlos in Düsternis. Gänsehaut. Alles ist hoffnunglos, die Menschen nur profitgierig, ein alter betrunkener Bauer, der seine Scheune für ein Nachtlokal hergegeben hat, beschimpft den Wirt als „Saujud“ und gleichzeitig sehen wir die KZ-Nummer auf dem Unterarm des Wirtes. Eine „Generalabrechnung“ (Möller) Käutners mit der geliebt-gehassten BRD. Käutner scheint aber unentschlossen, wenn es um Robert und seine Gefühle geht. Ist er ein Brutalo, der in seiner Egomanie über Leichen geht? Oder ist seine Liebe echt? Er bleibt ambivalent. In der Uraufführungsfassung schreit Robert verzweifelt zum Schluss: „Inge“. In der Verleihfassung fehlt dieser Schluss. - Käutner inszeniert eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich schrecklich verstricken. Erst in zweiter Linie kommt die Anklage gegen die Zustände in der Gesellschaft. Mit der Konsequenz seines Narrativs entfernt er sich weit von seinen anderen Werken. Mag der Film auch einseitig und überpointiert sein - er hinterlässt ein Gefühl von resignativer Wut. Staudtes „Kirmes“ steht er nicht nach.

Credits

Director

Director of photography

Cast

Producer

All Credits

Director

Assistant director

Script supervisor

Director of photography

Camera operator

Assistant camera

Still photography

Production design

Property master

Stand-by props

Assistant editor

Cast

Producer

Unit production manager

Production manager

Production office

Shoot

    • 03.10.1960 - 20.12.1960: Aussenaufnahmen: Lautzenhausen (Pfalz), Hahn-Air-Base (Hunsrück)
    • 03.10.1960 - 20.12.1960: Studioaufnahmen: Atelier Berlin-Tempelhof
Duration:
3069 m, 113 min
Format:
35mm, 1:1,66
Video/Audio:
s/w, Mono
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 07.04.1961, 24886, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei [1. FSK-Prüfung]

Screening:

Uraufführung (DE): 13.04.1961, Stuttgart, EM-Theater

Titles

  • Arbeitstitel Kies
  • Arbeitstitel Haut für Haut
  • Originaltitel (DE) Schwarzer Kies

Versions

Original

Länge:
3069 m, 113 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
s/w, Mono
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 07.04.1961, 24886, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei [1. FSK-Prüfung]

Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.04.1961, Stuttgart, EM-Theater

Formatfassung

Länge:
117 min
Format:
DCP 2K
Bild/Ton:
s/w, Ton
Aufführung:

Erstaufführung (DE): 15.02.2017, Berlin, IFF - Classics

Verleihfassung

Länge:
3193 m, 117 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
s/w
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 15.05.1961, 24886, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei [2. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 28.02.1968, 24886, ab 18 Jahre / nicht feiertagsfrei [3. FSK-Prüfung]

Länge:
3038 m, 111 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
s/w
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 06.07.1990, 24886, ab 16 Jahre / feiertagsfrei [4. FSK-Prüfung]

Aufführung:

TV-Erstsendung (DE): 26.02.1994, RTL 2

Awards

Preis der Jungen Filmkritik 1961
  • Schlechteste Leistung eines bekannten Regisseurs