2 Tage Paris

Frankreich Deutschland 2006/2007 Spielfilm

Summary

2 Days in Paris

Marion and Jack live in New York. Marion is French and Jack American. They have just spent the "holiday of their dreams" in Venice – a trip that turned out to be full of misunderstandings and differences of opinion. On their way back to the USA, they stop off in Paris for two days, primarily in order to collect the cat that Marion had left in her parents’care. The couple move into Marion’s tiny old apartment at her parents’ house. This is the first time that Jack has met Marion′s parents. These two onetime "revolutionary" leftwingers don’t set much store by convention. If they have a quarrel to slug out, they have no qualms about doing it right then and there, no matter who is present. This is something of a culture shock for Jack.

 

He senses that Marion’s parents are prejudiced against Americans, but is nevertheless promptly accepted as a new family member without much ado. Jack doesn’t speak a word of French. When Marion meets her old friends he is startled to discover customs that for him seem strange and tortuous. These endless discussions about sex! And these odd practices when it comes to food! And the drunken taxi drivers! What’s more, Jack becomes convinced that Marion is keeping quite a lot from him. Why is it that she seems to run into one of her ex-lovers on every street corner? And what about those little white lies she tells to try to appease his jealousy? All of this makes Jack so furious that, in the end, they decide to part. While Marion tries to slake her need for revenge with one of her ex-lovers, Jack cowers in a fast food restaurant in a vain attempt to find a piece of home. But does the love these two intellectuals bear for each other really have to end so miserably in this way?

Source: 57. Internationale Filmfestspiele Berlin (Catalogue)

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Heinz17herne
Heinz17herne
Zwei Mittdreißiger, die französische Fotografin Marion, die zwar schlecht sieht, dafür aber um so besser aussieht, und der amerikanische Innenarchitekt Jack, ein unausstehlicher hypochondrischer Großstadtneurotiker, die es seit zwei Jahren in New York miteinander aushalten, kehren von einem zweiwöchigen Venedig-Urlaub zurück. Zunächst jedoch nicht nach Manhatten, sondern nach Paris. Wo Marions Eltern Anna und Jeannot wohnen, bei denen sie ihre Katze gelassen haben, während sie offenbar ziemlich chaotische und alles andere als erholsame Ferien in der Lagunenstadt verbrachten. Die sich nun in der Seine-Metropole, der Stadt der Liebenden, nahtlos fortsetzen.

Weil Marion und Jack auch während des kurzen Pariser Zwischenstopps nicht von ihrer schon krankhaften Angewohnheit lassen können, noch so kleine Meinungsverschiedenheiten in wortreichen, endlosen Debatten auszudiskutieren. Die trotz der alsbald für Jack schmerzhaft spürbaren Sprachbarriere in der Intellektuellenszene der französischen Hauptstadt ihre Fortsetzung finden: Gequasselt wird beim Einkauf auf dem Großmarkt und beim Kaninchenbraten am Mittagstisch mit Marions Eltern, auf Partys in elitären Künstlerkreisen wie in der Auseinandersetzung mit einem offenbar rassistischen Taxifahrer, kurz: ohne Ende.

Nur in der Nacht findet der genervte, ja zunehmend schier entsetzte Jack Ruhe – beim Fernsehen via Laptop: Fritz Langs Klassiker „M – Die Stadt sucht einen Mörder“ steht auf seinem Entspannungs-Programm. Ansonsten wittert er nur Viren, Allergien und Verrat und meint, dass ständig hinter seinem Rücken über ihn gesprochen wird. Womit er freilich nicht so ganz danebenliegt. Marions touristisches Programm kann ihn auch nicht wirklich ablenken: Das Grab von Jim Morrison ist von tanzenden Hippies umlagert, die Katakomben haben geschlossen. Dafür trifft Marion auf der Straße gleich mehrere Verflossene, so den Dichter Manu, der ihr unverhohlen in Jacks Anwesenheit Komplimente macht, und den Bildhauer Mathieu.

Für Jack bezieht sich Marions in Venedig aufgestellte „Kleine Welt“-Theorie nicht mehr darauf, dass ihnen am anderen Ende unserer Erde der Nachbar über den Weg läuft, sondern auf ihr Sexualleben: Es gibt kaum ein Fleckchen in Paris, wo ihr nicht ein „Ex“ zulächelt – oder gar neuerlich Avancen macht. Und dann trifft der konsternierte Jack in einem Burger-Restaurant auch noch auf eine selbsternannte gute Fee namens Lukas (Daniel Brühl in einer bemerkenswerten Episodenrolle), der dem US-Boy ein wenig Lebenshilfe angedeihen lässt, bevor er den verhassten Fast Food-Schuppen in Brand setzt...

Julie Delpy ist unbestritten eine tolle Schauspielerin („Before Sunrise“, Before Sunset“). In ihrem Regiedebüt „2 Tage Paris“ hat sie zwar nicht die beiden in Wien und Paris spielenden Richard Linklater-Streifen gänzlich in die französische Metropole transponiert, sie aber eindeutig als Vorbild für ihre Eifersuchts-Komödie genommen. Und sich doch dabei etwas übernommen: Obwohl allenthalben hochgelobt, etwa als „das fehlende Glied zwischen Woody Allen und Eric Rohmer“, geht mir die hektische Betriebsamkeit und schier unaufhörliche Quasselei der beiden Protagonisten gehörig auf den Geist.

Dabei gelingen der Hauptdarstellerin, Regisseurin und Mitproduzentin Julie Delpy, ganz nebenbei auch für das Drehbuch, den Schnitt und zumindest teilweise die Musik zuständig, sehr schöne szenische Miniaturen und Petitessen. Das beginnt beim „Running Gag“ der amerikanischen Reisegruppe, die Landsmann Jack in die Walachei statt in den Louvre schickt und endet noch lange nicht bei Marions liebevoll-schrulligem Vater, der es einfach nicht verwinden kann, dass seine Gattin einst eine Affäre mit dem Pop-Idol Jim Morrison hatte. Apropos Vater. Es sind tatsächlich Julie Delpys Eltern, die die Eltern ihrer Filmfigur Marion verkörpern – und Julies Freundin Alexia Landeau hat die (kleine) Rolle von Marions Schwester Rose übernommen.

Pitt Herrmann

Credits

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Set design

Prop master

Make-up artist

Costume design

Editing

Sound design

Audio mixing

Casting

Music

Production company

Executive producer

Line producer

Associate producer

Location manager

Shoot

    • From 15.06.2006: Paris
Duration:
2748 m, 100 min
Format:
HD Cam - überspielt auf 35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 07.05.2007, 109972, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 10.02.2007, Berlin, IFF - Panorama Special;
Kinostart (DE): 17.05.2007;
TV-Erstsendung (DE): 11.10.2009, ARD

Titles

  • Originaltitel (DE) 2 Tage Paris
  • Originaltitel (FR) Deux jours à Paris
  • Weiterer Titel 2 Days in Paris
  • Schreibvariante (DE) Zwei Tage Paris

Versions

Original

Duration:
2748 m, 100 min
Format:
HD Cam - überspielt auf 35mm, 1:1,85
Video/Audio:
Farbe, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung: 07.05.2007, 109972, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 10.02.2007, Berlin, IFF - Panorama Special;
Kinostart (DE): 17.05.2007;
TV-Erstsendung (DE): 11.10.2009, ARD

Awards

FBW 2007
  • Prädikat: besonders wertvoll