Das Spukschloß im Spessart

Das Spukschloß im Spessart

BR Deutschland 1960, Spielfilm

Inhalt

Sequel to "Das Wirtshaus im Spessart" ("The Spessart Inn"): As a punishment, the gang of robbers from the previous film is walled into the inn’s basement. More than 100 years later, the gang resurfaces when a highway is built at the same place. The former criminals and current ghosts vow to do a good deed to atone for their crimes. They accommodate themselves in the nearby castle of the destitute countess Charlotte, a descendant of countess Franziska whose life the robbers had once made miserable. In the attempt to help Charlotte, the ghosts cause a big mess. – In 1967, the film was followed by another sequel, "Herrliche Zeiten im Spessart" ("Glorious Times in the Spessart Inn").

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"Führ dich tuhn wir ales"

„Die Strafe ist noch zu klein, im Wirtshaus im Spessart da mauern wir sie ein“ singen die empörten Bürger und zeigen auf die Räuber. Zu den Klängen einer Kleinausgabe des River-Kwai-Marsches, die Kugeln an den Füßen angehoben, sind die fünf nun unterwegs, um sich einmauern zu lassen und so werden sie zu Gespenstern. Doch auf dem Baum, auf dem sie sich Jahrzehnte später dann körperlos versammeln, friert Onkel Max (Georg Thomalla) ganz erbärmlich. „Ein Glück, dass wir schon gestorben sind, sonst könnte man sich glatt den Tod holen“. Schließlich suchen sie sich ein Dach über dem Kopf und fallen im Schloss derer von Sandau ein. Onkel Ernst Theodor (Ernst Waldow) sinniert: „Mit dem Gewehr habe ich schon mal auf einen weißen Hirsch geschossen.“ - „Haben Sie ihn getroffen?“ - „Seitdem nicht mehr.“ Meint die gute Tante Ivonne, die Schlossführungen macht: „Die Leute glauben alles, besonders wenn man als Führer kommt.“ Als sich die Räuberbraut Katrin einen Drink mixt mit gequirlter Eulenspucke, um wieder körperlich zu werden, fragt sie: „Schreibt man Wurz mit f?“ Dann taucht der verrückte Prinz Kalaka auf (trefflich komödiantisch: Hans Clarin) und babbelt so daher: „Schissimatucki, mistikack, give mine matschki, alemanni barbari, appetiti erotiki“, bevor er dann in den kölschen Dialekt fällt. Schließlich helfen die Gespenster der verarmten Komtess Sandau (Liselotte Pulver) und legen ihr einen Zettel ins Bett: „Führ dich tuhn wir ales“. - Jeder merkt schon: turbulent und lustig geht es zu in dieser Fantasie, die sich Günter Neumann und Heinz Pauck regelrecht aus den Fingern gesogen haben. Mit Wortwitz, komödiantischem Spiel und immer wieder Spitzen gegen die Politik („Ein Staatsempfang“) ist diese Posse aus der Werkstatt von Kurt Hoffmann auch heute noch reine Freude. Einer sei genannt, der dieses Spiel mit Wirklichkeiten erst ermöglichte: der Filmtrickspezialist Theodor Nischwitz. In seinem Studio in München bastelte er, was uns heute noch Spaß macht anzuschauen.

Credits

All Credits

Director:Kurt Hoffmann
Assistant director:Rainer Erler, Eberhard Schroeder
Script supervisor:Ursula Müller
Screenplay:Günter Neumann, Heinz Pauck
Director of photography:Günther Anders, Hans Staudinger (2. Stab)
Camera operator:Robert Hofer
Assistant camera:Boris Horoschenkoff, Conrad Storgmair
Optical effects:Theodor Nischwitz
Visual effects:Theodor Nischwitz
Still photography:Li Erben
Production design:Hein Heckroth
Set construction:Willi Schatz
Prop master:Franz Dorn, Michael Eder, Hanns Strobel (Gemälde)
Make-up artist:Georg Jauss, Franz Göbel, Lore Blasweiler
Costume design:Elisabeth Urbancic
Costumes:Edith Münch, Fritz Strack
Editing:Hilwa von Boro
Assistant editor:Sophie Weber, Rosa Ring
Sound:Walter Rühland
Sound assistant:Georg Beschnick, Theo Müller, Anton Kappetobler
Choreographer:Harald Sielaff
Music:Friedrich Hollaender, Olaf Bienert, Alfred Strasser
Music performer:Kurt Graunke (Symphonieorchester)
Vocals:Liselotte Pulver, Heinz Baumann, Hubert von Meyerinck, Curt Bois, Georg Thomalla, Paul Esser, Hans Richter, Elsa Wagner, Hans Clarin
Lyrics:Günter Neumann
  
Cast: 
Liselotte PulverGräfin Charlotte
Heinz BaumannMartin Hartog
Georg ThomallaOnkel Max
Hubert von MeyerinckHerr von Teckel
Hans ClarinPrinz Kalaka
Curt BoisHugo
Hans RichterJockel
Hanne WiederKatrin
Paul EsserToni
Elsa WagnerTante Yvonne
Ernst WaldowOnkel Ernst August
Herbert HübnerHotelier Hartog
Veronika FitzSophie
Hans BaurRichter
Paul Bös
Herbert Weißbach
Ernst Barthels
Karl Hanft
  
Production company:Georg Witt-Film GmbH (München-Geiselgasteig)
Producer:Georg Witt
Unit production manager:Hans Krause
Location manager:Gustav Lautenbacher, Hans-Joachim Sommer
Original distributor:Constantin Film Verleih GmbH (München)
Length:2774 m, 101 min
Format:35mm, 1:1,66
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 14.12.1960, 23980-b, ab 6 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 06.12.1960, 23980-a, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 15.12.1960, Berlin, Gloria-Palast

Titles

Originaltitel (DE) Das Spukschloß im Spessart

Versions

Original

Length:2774 m, 101 min
Format:35mm, 1:1,66
Picture/Sound:Eastmancolor, Ton
Rating:FSK-Prüfung (DE): 14.12.1960, 23980-b, ab 6 Jahre / nicht feiertagsfrei;
FSK-Prüfung (DE): 06.12.1960, 23980-a, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
Screening:Uraufführung (DE): 15.12.1960, Berlin, Gloria-Palast
 

Prüffassung

Length:2825 m, 103 min
Rating:FSK-Prüfung (DE): 30.11.1960, 23980, ab 12 Jahre / nicht feiertagsfrei
 

Awards

Bambi 1962
geschäftlich erfolgreichster deutscher Film 1961
 
Bambi 1961
künstlerisch wertvollster deutscher Film