Kai Maria Steinkühler, Markus Mischkowski (v.l.)

Ab Donnerstag im Kino: Weiße Ritter

Seit 1996 arbeiten die beiden Filmemacher Markus Mischkowski und Kai Maria Steinkühler an ihrem umfangreichen "Kölner Westend Zyklus" um die beiden langzeitarbeitslosen Kumpels Mike und Alfred – stets gespielt von Mischkowski und Steinkühler. In bislang acht Filmen, überwiegend zwischen zehn und 25 Minuten lang, haben sie einen filmischen Kosmos voller skurriler Figuren, akkurat erfasster Alltagsdetails und herrlich lakonischem Humor erschaffen. Jetzt kommt nach "Westend" (2001) der zweite abendfüllende Film des Zyklus in die Kinos: "Weiße Ritter", "ein Abenteuer mit postmodernen Prekariern in frühmittelalterlichen Beschäftigungsverhältnissen". Mike und Alfred werden darin von einem Kurierdienst engagiert und sollen wichtige Unterlagen "diskret" nach Luxemburg bringen. Innovative Methoden der Mitarbeitermotivation sowie eine Romanze am Wegesrand führen allerdings zu ungeahnten Komplikationen. – Die Kölner Stadtrevue schrieb über das nicht nur wegen seiner Schwarz-weiß-Bilder ungewöhnliche Roadmovie: "Wie stets brillant gefilmt und mit jeder Menge existenzialistischer Lakonie unterlegt, ist auch dieser Film wieder ein Plädoyer für widerständiges Menschsein."