Stephan James

Neu im Kino: Zeit für Legenden

Eines der frühesten Beispiele für eine unselige Verquickung von Sport und Politik waren zweifellos die Olympischen Spiele in Berlin 1936, die von den Nazis auf perfide Weise zum Propagieren ihrer Ideologie missbraucht wurden. So wirkt es wie ein schöne Ironie, dass ausgerechnet ein Afroamerikaner zum erfolgreichsten Athlet der Spiele avancierte: Jesse Owens gewann vier Goldmedaillen und stellte zugleich eine ganze Reihe von Weltrekorden auf. In seiner aufwändigen Filmbiografie "Zeit für Legenden" schildert Regisseur Stephen Hopkins die Karriere des Ausnahmesportlers Owens (Stephan James), von seiner Entdeckung bis zu seinen fürwahr legendären Leistungen in Berlin. Neben der politischen Komponente stellt der Film nicht zuletzt die menschliche Ebene in den Mittelpunkt, insbesondere Owens enges Verhältnis zu seinem (weißen) Trainer. So ist "Zeit für Legenden" zugleich ein packender Sportfilm, Freundschaftsgeschichte und bewegendes Politdrama. Zum großen Ensemble der deutschen Koproduktion gehören auch David Kross als deutscher Athlet und, als Joseph Goebbels, Barnaby Metschurat.