Credits
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Kriminaloberkommissar Jürgen Hübner
- Kriminalkommissar Gerhard Walle
- Kriminalhauptkommissar Pinkert
- Polizeiobermeister Buchholz
- Lisa Schreck
- Franz Schreck
- Fred Klünter
- Petra Krull
- Ina Dörfler
- Thekla Doll
Production company
All Credits
Screenplay
Director of photography
Production design
Make-up artist
Costume design
Editing
Sound
Music
Cast
- Kriminaloberkommissar Jürgen Hübner
- Kriminalkommissar Gerhard Walle
- Kriminalhauptkommissar Pinkert
- Polizeiobermeister Buchholz
- Lisa Schreck
- Franz Schreck
- Fred Klünter
- Petra Krull
- Ina Dörfler
- Thekla Doll
Production company
Unit production manager
Location manager
Duration:
80 min
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 28.08.1991, ARD
Titles
- Originaltitel (DE) Todesfall im Park
- Reihentitel (DD DE) Polizeiruf 110
Versions
Original
Duration:
80 min
Video/Audio:
Farbe, Dolby
Screening:
TV-Erstsendung (DE): 28.08.1991, ARD
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Polizeiobermeister Buchholz bringt die Täterin, bei der es sich um die elfjährige Ina Dörfler handelt, nach Hause. Weder ihre Mutter (Ulrike Mai) noch deren neuer Lebensgefährte Fred Klünter können sich das Verhalten des Kindes erklären, während der Uniformierte sicher ist: „Mit dieser sinnlosen Tat will Ina uns etwas sagen.“ Damit liegt Obermeister Buchholz ganz richtig, er hat nur nicht verstanden, dass vor allem er der Adressat ist für seine Erkenntnis, dass Kinder solcherart auf Probleme aufmerksam machen wollen. Warum er aus der dicken Sonnenbrille, die Frau Dörfler trägt, nicht auf häusliche Gewalt schließt, bleibt ein Rätsel.
Weil Ina mit ihrer Aktion keinen Schritt weitergekommen ist, berichtet sie ihrem leiblichen Vater (Peter Reusse) von der Situation daheim: Fred Klünter, der früher als Musiker in einem Sinfonieorchester tätig war, gibt nach dessen Auflösung den Alleinunterhalter in einer Tanzgaststätte. Seinen Frust kompensiert der Womanizer mit Liebschaften, so mit der Kellnerin Lisa Schreck, obwohl sie mit ihrem Kollegen Franz verheiratet ist. Wenn das nicht reicht, kühlt er sein Mütchen an Inas Mutter. Die ihm offenbar dermaßen verfallen ist, dass sie sich weder wehrt noch ihn hinausschmeißt.
Doch auch ihr „Ex“, der inzwischen bei Frau Mahlmann (Uta Eisold) untergekommen ist, will nicht initiativ werden: Schließlich habe ihn seine Gattin wegen eines Jüngeren verlassen und vor die Tür gesetzt. Inas letzte Hoffnung ist ihre Tante Petra Krull, die Cousine ihrer Mutter, die mit ihren beiden Freundinnen Hanna (Hellena Büttner) und Thekla Doll ein Fitness-Studio betreibt. Die Aerobic-Trainerin, die auch japanische Kampfsportarten unterrichtet, verspricht kurzerhand: „Wir regeln das.“
Das taffe Frauen-Trio entert eines Abends das Lokal, um Klünter eine Lehre zu erteilen. Während Petra die Horrorgeschichten Inas am geschundenen Körper ihrer Mutter verifiziert, rückt Thekla dem smarten Pianisten auf die Pelle. Der diese später beim Rendezvous im Stadtpark ordentlich vertrimmt bekommt von Petra und ihren Freundinnen – unter den Augen Inas, welche die darob erzürnte Petra sogleich nach Hause schickt. Am anderen Morgen findet ein Schichtarbeiter die übel zugerichtete Leiche Fred Klünters im Park – und die beiden Ermittler Oberkommissar Jürgen Hübner und Kriminalkommissar Gerhard Walle übernehmen.
Totschlag aus Eifersucht? Der Kreis der Verdächtigen wächst stetig und die Alibis sind rar gesät. Als mit Kriminalhauptkommissar Pinkert ein Kollege vom Dezernat Wirtschaftskriminalität dazustößt, gerät auch der Gastwirt Egger (Dietmar Richter-Reinick) ins Visier der Kripo: Er soll an Scheingeschäften mit der fiktiven, von 1964 bis 1991 im von Moskau gesteuerten Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) genutzten Verrechnungswährung „Transferrubel“ verwickelt sein, die in der Phase der deutschen Wiedervereinigung in D-Mark umgetauscht werden konnte.
Die Obduktion des Gerichtsmediziners (Franz Viehmann) macht deutlich, dass Fred mit einem klarlackierten, hölzernen Gegenstand so heftig geschlagen wurde, dass er an den Folgen verstarb. Erst nachdem ein Spazierstock mit zahlreichen Wanderplaketten im Park gefunden und als Tatwaffe identifiziert werden konnte, kann der wahre Täter überführt werden. Und, soviel darf verraten werden, es ist nicht Egger, obwohl er als Besitzer eines Nummernkontos bei der Staatsbank in Pilsen beim Grenzübertritt in die Tschechoslowakei verhaftet wird…
„Todesfall im Park“ ist ein so wendungs- wie actionreicher Krimi, der noch zu DDR-Zeiten von Helmut Krätzig (Buch und Regie) für den Deutschen Fernsehfunk konzipiert worden ist. Als die 150. „Polizeiruf 110“-Folge vom 21. Januar bis 1. März 1991 in Berlin und Umgebung sowie am Grenzübergang Schmilka in der Sächsischen Schweiz gedreht wurde, war die Wiedervereinigung Deutschlands bereits erfolgt. Die militärischen Dienstgrade der einstigen Volkspolizisten wurden den zivilen Westdeutschlands angepasst, die Polizeiautos und Krankenwaren tragen nun Audi-Ringe und Mercedes-Sterne, nur am Feuerwehrfahrzeug prangt noch das IFA-Emblem.
„Ob sie dich übernehmen?“ fragt Gerhard Walle seinen Kollegen Jürgen Hübner – freilich eher im Scherz als ernst gemeint vor dem Hintergrund der bevorstehenden Verbeamtung ehemaliger Parteigenossen. Dabei kann es offenbar nicht ausbleiben, alte Rechnungen zumindest zu artikulieren, wenn sie schon nicht beglichen werden können, in diesem Fall zwischen dem offenbar untadeligen einstigen VP-Oberleutnant Jürgen Hübner und dem Wendehals Pinkert. Ein bis dahin einmaliger Fall von politisch motivierter interner Auseinandersetzung in der „Polizeiruf 110“-Geschichte. Die Jubiläumsfolge ist am 28. August 1991 parallel in der ARD und im DFF 2 erstausgestrahlt worden.
Pitt Herrmann