Die letzten Ferien

BR Deutschland 1975 TV-Spielfilm

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Heinz17herne
Heinz17herne
Beate Rehberg steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag, als sie von ihrem verstorbenen leiblichen Vater ein Millionenvermögen erbt. Sie fliegt zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Stiefvater nach Mallorca, wo die Übergabe erfolgen soll. Mit ihren Eltern ist sie auf subtile Weise verbunden: es hat den Anschein, als hätte sich ihr der Stiefvater in der Vergangenheit intim genähert. Aber auch mit ihrer darob vielleicht eifersüchtigen Mutter scheint nicht das beste Verhältnis zu bestehen, planen die beiden Erwachsenen doch das perfekte Verbrechen: auf einem Motorbootausflug soll Beate über Bord geworfen und den Haien zum Fraß überlassen werden.

Der Südamerikaner Miguel, welcher einsamen Urlauberinnen jeglichen Alters das Inseldasein versüßt und manchen zwielichtigen Nebengeschäften nicht abgeneigt ist, soll den Mord managen. Der Plan ist, dass eine von Miguel zu beschaffende junge Frau, die Beate zum Verwechseln ähnlich sieht, die Erbschaft offiziell antritt – und das Vermögen gegen ein entsprechendes Honorar dann an Beates Eltern weiterreicht.

Doch der Anschlag auf das Leben des Mädchens misslingt. Beate wird von der Flut an den Strand getrieben und kommt zunächst in einer Hippie-Wohngemeinschaft unter. Und muss dann lernen, was ein Mensch in unserer technisierten Bürokratie ohne seine Hundemarke wert ist – nichts! Beate kann sich ohne Ausweispapiere nicht legitimieren und versucht daher, diese zurückzuerlangen, nachdem sie hinter den teuflischen Plan ihrer Eltern gekommen ist. Am Ende sitzt Beate wieder neben diesen im Flugzeug nach Deutschland und spendiert Schampus in der Gewissheit, im Besitz der Millionenerbschaft zu sein – und in der Erwartung, die deutsche Polizei werde die Verbrecher bereits am Flughafen festnehmen...

Rainer Erlers Fernsehfilm „Die letzten Ferien“, der erstmals am 12. Dezember 1975 im „Zweiten“ ausgestrahlt worden ist, entspricht in seiner hochspannenden Machart ganz dem teuflischen Mordplan. Der geradezu gespenstisch anmutende Streifen, den Erler mit seiner Münchner Firma auch selbst produziert hat, lebt von seiner actionreichen Handlung ebenso wie von ruhigen, kontemplativen Szenen, die Verständnis wecken für die Außenseiter einer skrupellosen Gesellschaft. So werden die Mitglieder der Hippie-Kommune mit freundlicher Sympathie gezeichnet. Mike, der Beate bei ihrer Heimreise hilft, wird in seiner Einsiedlerbehausung aber nicht als Gegenmodell hochstilisiert: Er offenbart Verhaltensweisen der Verklemmung, des Verdrängens eigener biographischer Erlebnisse und es wird deutlich, dass er nicht wirklich in einer heilen Welt innerhalb des Urlauberparadieses lebt.

Apropos Urlaubslandschaft. In besonderer Weise beklemmend ist eine Szene, in der Beate, glücklich gestrandet und halbwegs wieder erholt, noch nicht weiß, dass ihr Urlaubsflirt Miguel mit ihren Eltern unter einer Decke steckt. Sie kehrt deshalb sorglos in den Ferienbungalow der Familie zurück, wo sie sich unvermutet mit ihrer „Doppelgängerin“ konfrontiert sieht. Als sie ihre geradezu ausweglose Lage begreifend flieht, wird sie von Miguel verfolgt. Und kein Urlauber krümmt auch nur einen Finger, um ihr zu helfen: niemand mischt sich ein. Beate hat Glück, dass Miguel irrtümlicherweise ein anderes Mitglied der Kommune erschießt, das er für die junge Deutsche gehalten hat...

Pitt Herrmann

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Editing

Cast

Producer

All Credits

Director

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Assistant camera

Make-up artist

Costume design

Editing

Sound assistant

Audio mixing

Cast

Producer

Producer (TV)

Unit production manager

Production assistant

Production manager

Original video distributor

Duration:
90 min
Screening:

TV-Erstsendung (DE): 12.12.1975

Titles

  • Originaltitel (DE) Die letzten Ferien

Versions

Original

Duration:
90 min
Screening:

TV-Erstsendung (DE): 12.12.1975