Andreas Lechner

Andreas Lechner

Weitere Namen: Anderl Lechner (Weiterer Name)
Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Musik, Produzent
*06.05.1959 München

Biografie

Andreas Lechner, geboren am 6. Mai 1959 in München, ist Autor, Regisseur, Produzent, Komponist und Schauspieler. Während seines Musikstudiums am Richard-Strauß-Konservatorium in München, wo er im Hauptfach Kontrabass studierte, gründete er die Musikkabarettgruppe "Guglhupfa", für die er die Texte und die Musik schrieb. Er spielt mehrere Instrumente. Zwischen 1978 und 1990 trat er deutschlandweit auf, unter anderen mit Dieter Hildebrandt und Otto Grünmandl. Auch im deutschen Fernsehen durfte die Gruppe mit ihren kritischen Liedern aufreten, obwohl sie Franz Josef Strauss, damals Bayerischer Ministerpräsident, wegen einem ihrer Texte anzeigte. 1990 lösten die "Guglhupfa" sich auf.

Bei Josef Bierbichlers Film "Triumph der Gerechten" (1987) wirkte Lechner erstmals als Darsteller und Produktionsassistent mit. Parallel zu seinen zahlreichen Arbeiten fürs Theater wirkte er in den folgenden Jahren weiter bei Filmen mit, zum Beispiel bei Herbert Achternbuschs "Mix Wix" (1989) und Thomas Kronthalers Bayern-Kultfilm "Die Scheinheiligen" (2001). Seit 1984 bis heute wirkte er an über 20 TV-und Kino-Produktionen als Schauspieler mit.

Während seiner Betreuung eines Jugendfilmprojekts in München realisierte er 1994 seinen ersten eigenen Film als Regisseur: den semidokumentarischen "Hasenbergl". Außerdem entstand im Rahmen des Projekts der Spielfilm "Hot Dogs" (1996), mit dem er in der Deutschen Reihe in Cannes landete. "Schmetterlinge der Nacht" (1999), den er im Eigenverleih in die Kinos brachte, war sein erster Kinofilm.

Andreas Lechner hatte verschiedene Engagements an Theatern, darunter das Münchner Volkstheater, das Bayerische Staatsschauspiel, das Hamburger Schauspielhaus, das Thalia Theater und das Theater Basel, und arbeitete mit Regisseuren wie Josef Bierbichler, Ruth Drexel, Rüdiger Hacker und Christiane Pohle zusammen. Aber auch in der freien Szene inszenierte er eigene Stücke, die er auch selbst produzierte. Durch die Begegnung mit dem Komponisten Hans Werner Henze erhielt er für die Münchener Biennale Kompositions- und Libretto-Aufträge. Von 2001 bis 2006 war er zudem als amtlich zugelassener Auktionator bei einem Münchner Auktionshaus tätig.

2006 gründete Lechner die Berg Film Produktions GmbH. Er arbeitet an der Realisierung mehrerer Filmprojekte. Zum Beispiel an "Strassbergers Gold", die Geschichte seines Großvaters und Olympiamedailliengewinners von 1928 im Schwergewichtheben, und "Eine Handvoll Staub": In Form eines Briefes reflektiert Lina Haag darin ihre Erinnerungen an die Zeit ab 1933 - ein Zeugnis vom Widerstandswillen einer starken Frau. 2007 brachte er seinen Monolog "Frieda" - eine Münchner Lebens-und Sittengeschichte - in einem Hörbuchverlag heraus. 2009 war Andreas Lechner Stipendiat der Künstlerresidenz Villa Aurora in Pacific Palisades (Los Angeles).

Andreas Lechner ist musikalisch aktiv und steht auf der Bühne mit Musikanten aus der neueren Volksmusikszene und begleitete z.B. Josef Bierbichler bei den Lesungen seines Romans “Mittelreich”. 2012 machte er Ulli Lommel mit dem Münchner Aktionskünstler Wolfgang Flatz bekannt und es entstand nach seiner Idee der 3D-Film "Flatz – La Cella". Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 2009, als die Ausstellung Cella in Rom auf Anordnung des italienischen Kultusministeriums geschlossen wurde.

Lechner, der bereits zahlreiche Auszeichnungen erhielt, arbeitet an mehreren Filmprojekten und schreibt an einem Roman.

Filmografie

2014 Amok - Hansi geht's gut
Darsteller
 
2013/2014 Landauer - Der Präsident
Darsteller
 
2013 La Cella
Produzent
 
2001/2002 Feiertag
Darsteller
 
2000/2001 Die Scheinheiligen
Darsteller
 
1999 Schmetterlinge der Nacht
Regie, Drehbuch, Produzent
 
1996 Hot Dogs
Regie, Drehbuch, Produzent
 
1994 Hasenbergl
Regie
 
1994 Anekdote aus dem letzten preußischen Kriege
Darsteller
 
1990 Marie
Darsteller, Musik
 
1988/1989 Mix Wix
Darsteller
 
1988 Zement
Darsteller, Drehbuch
 
1981-1985/1987 Triumph der Gerechten
Darsteller, Licht
 

Übersicht

Fotogalerie

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Literatur

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