Inhalt
Die 18-jährige Marina ist nach dem frühen Aids-Tod ihrer Eltern bei der Familie ihrer Mutter in Katalonien groß geworden. Als sie ein Stipendium für eine Filmhochschule beantragt, führt sie eine formale Hürde erstmals an den Herkunftsort ihres Vaters: Sie reist nach Vigo an die galicische Atlantikküste, um eine Sterbeurkunde zu beschaffen. Dort stellt sie fest, dass ihr Vater offiziell als kinderlos registriert ist – ein scheinbar kleiner Verwaltungsfehler, der nur mit der Unterschrift der Großeltern korrigiert werden kann, Marina jedoch unvermittelt in das Zentrum einer verdrängten Familiengeschichte rückt. In Galicien wird sie herzlich aufgenommen und findet sich inmitten eines weit verzweigten Familiennetzes wieder, das von widersprüchlichen Erinnerungen und unausgesprochenen Spannungen geprägt ist. Zwischen Nähe und Fremdheit beginnt Marina, die Vergangenheit selbst zu befragen und sich ein eigenes Bild von den Menschen zu machen, die sie verloren hat.
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