Wen die Götter lieben. Mozart

Deutschland 1942 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Falk Schwarz
Mozart, der sanfte
Dieser Film leidet an seinem Hauptdarsteller. Hans Holt verfügt ganz einfach nicht über die Vielschichtigkeit der Ausdrucksmöglichkeiten, um Mozarts Charakter gerecht zu werden. Holt ist brav, wo er draufgängerisch sein müsste, er ist verhalten, wo Aktion gefragt wäre, er schaut lieb, wo er doch seine Aggressionen ausleben könnte. Regisseur Karl Hartl wollte diesen Film nicht machen, er sprang ein, weil Eduard von Borsody (der auch das Drehbuch schrieb) erkrankte. So ist es der einzige Film geworden, den der Chef der Wien-Film zwischen 1938 und 1945 selber inszenierte. Und irgendwo ist es auch nicht "sein" Film. Winnie Markus als Konstanze ist viel zu damenhaft, Irene von Meyendorff als Luisa viel zu mondän und Kameramann Günther Anders belässt den Film in dunkel-drohenden, lichtarmen Bildern. Zum Schluss taucht René Deltgen als mürrischer Beethoven auf, der Mozart vorspielt. Zwei Genies zusammen, das muss etwas geben, so dachten sich die Macher des Films vielleicht. Bewiesen jedoch ist bis heute nicht, dass Beethoven Mozart vorspielte. Kompliment jedoch an Elfi von Dassanowsky, die den Schauspielern perfekt wirkende, synchronsichere Griffe auf Geige und Klavier beibrachte und so das alte Dilemma löste, dass man denkt, da spielt einer, obwohl er es gar nicht kann.

Credits

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All Credits

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Costume design

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Production company

Shoot

    • 28.03.1942 - Oktober 1942: Salzburg, Wien, Niederösterreich
Duration:
13 Akte, 3283 m, 120 min
Format:
35 mm
Video/Audio:
Ton
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 02.12.1942, B.58060, Jugendfreigabe [ab 14 Jahre]

Screening:

Uraufführung (AT): 05.12.1942, Salzburg, Festspielhaus;
Erstaufführung (DE): 21.01.1943, Berlin, Gloria-Palast und Primus-Palast Neukölln

Titles

  • Originaltitel (DE) Wen die Götter lieben
  • Arbeitstitel Mozart

Versions

Original

Duration:
13 Akte, 3283 m, 120 min
Format:
35 mm
Video/Audio:
Ton
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 02.12.1942, B.58060, Jugendfreigabe [ab 14 Jahre]

Screening:

Uraufführung (AT): 05.12.1942, Salzburg, Festspielhaus;
Erstaufführung (DE): 21.01.1943, Berlin, Gloria-Palast und Primus-Palast Neukölln