Meines Vaters Pferde. 2. Seine dritte Frau

BR Deutschland 1953/1954 Spielfilm

Summary

Home from war and severely wounded Jürgen Godeysen listens to the reading of his father′s memoirs. In the second part of the diaries he learns about the tragic strokes of fate his father Michael had to deal with: The gifted horse breeder lives several years happily with his wife Bim on their foal farm. But Bim dies with the birth of their son Jürgen and the war takes away all of Michaels property. Michael is nearly broken, only the love for his favourite horse keeps him alive. Finally he gets to start a new life and fights for the future of his son. Inspired by the story of his father, Jürgen plucks up courage to face the dangerous operation.
Part One: Lena und Nicoline

 

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Falk Schwarz
Von Pferden und Menschen
Zwei Darsteller ragen aus dem zweiten Teil heraus: Josef Sieber als der alte Pauschke und Reinhold Schünzel als Konsul Rittinghaus. Pauschke war der Besorger und Heger der Pferde, der Mann, auf dessen Treue und Verläßlichkeit jeder Reiter einen Eid abgelegt hätte. Dabei musste Sieber sich gar nicht verbiegen - dieser Typus des „einfachen, schulterbreiten, aber grundehrlicher Mannes“ lag ihm. Ihn spielte er öfter. Sowas gibt jedem Film innere Stabilität. Aber ein Wiedersehen mir Reinhold Schünzel ist in der Tat erstaunlich. Der Mann, der „Die englische Heirat“ und „Amphytrion“ inszenierte, bereits im Stummfilm wichtig war, nach 1937 als Halbjude in die USA emigrieren musste und sich dort nicht durchsetzen konnte. 1949 kam er nach Deutschland zurück. Eine Regie bot man ihm nicht mehr an. Aber diese Rolle des weltmännischen, erfolgreichen Konsuls und Geschäftsmannes, der sich mit Hilfe von Godeysen einen Reitstall aufbauen will und ausserdem noch eine Tochter (Anneliese Kaplan) hat, die sich in den Ex-Leutnant verliebt, nahm er an. Schünzel macht das mit Statur, Noblesse, ohne Selbstgefälligkeit, ohne Bitterkeit ob des Erlittenen, mit sparsamen Gesten und einer inneren Selbstsicherheit, die imponiert. Denn die Story dieses zweiten Teils hält sich nur so eben über Wasser. Ein „Zugpferd“ wie Jürgens ist nirgendwo zu sehen, und die Viecher alleine sind für den Nicht-Hippologen eher rätselhaft. Als der liebenswürdige Pauschke verhindert, dass das Superpferd des Konsuls requiriert wird, weil er einen anderen Gaul dafür ausgibt, sagt der Inspektor: „Das ist er ja gar nicht!“ Hätten wir im Kinosaal garnicht gemerkt. Ansonsten ist dieses Generationenopus mehr lang als kompakt und versagt gerade da, wo solch ein Film hinführen könnte: in die Transponierung des Einzelschicksals einer Familie auf eine Metaebene. Dafür Pferderennen ohne Ende - arme, geschundene Wesen, die tun sollen, was sie gar nicht wollen. „Pferde rennen lieber ohne Pferderennen“.

Credits

Screenplay

Cast

Production company

All Credits

Assistant director

Screenplay

Production design

Costume design

Sound

Cast

Production company

Unit production manager

Location manager

Duration:
2984 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 03.02.1954, 07374, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung: 05.02.1954 [Massenstart]

Titles

  • Originaltitel (DE) Meines Vaters Pferde. 2. Teil: Seine dritte Frau

Versions

Original

Duration:
2984 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Ton
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 03.02.1954, 07374, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung: 05.02.1954 [Massenstart]

Awards

Deutscher Filmpreis 1954
  • Filmband in Silber, Beste männliche Nebenrolle