"Finding Connection" (2026); Quelle: FOUR GUYS Film Distribution, DFF, © Hannah Schwarzl
"Finding Connection" (2026)

Ab Donnerstag im Kino: Finding Connection

Eine Künstliche Intelligenz als engste*r Vertraute*r, gar als Lebenspartner*in? – Was für viele dystopisch oder zumindest wenig erstrebenswert klingen mag, wird für Florian Karner in seinem Dokumentarfilm "Finding Connection" zum Anlass, diese neue Art von Beziehungen genauer zu betrachten und Menschen zu porträtieren, in deren Leben KI-Systeme Rollen einnehmen, die bisher nur von Menschen eingenommen werden konnten. Er zeigt die alltäglichen, oft sehr intimen Gespräche mit Chatbots, die die Sehnsucht nach Nähe und Vertrautheit bisweilen besser zu befriedigen scheinen als das ein Gegenüber aus Fleisch und Blut kann, sei es, weil hergebrachte soziale Kontakte als zu kompliziert erlebt werden oder weil schwere Enttäuschungen vorangingen. Dass Beziehungen zu KI aber auch Fallstricke aufweisen, zeigt "Finding Connection" ebenfalls: sei es die irritierende Aussage des Chatbots, man solle lieber "eine gesunde Distanz bewahren", oder partieller Datenverlust durch fehlerhafte Updates. Auch problematischere Aspekte nimmt der Film nicht zum Anlass, seine Hauptfiguren oder deren Beziehungen zu denunzieren. Und er räumt mit dem Vorurteil auf, nur fehlende "normale" Beziehungen trieben Menschen in die Arme von KI. So ermutigt "Finding Connection" zum vorbehaltlosen Nachdenken über fundamentale Fragen und ein Thema, das uns sicher noch lange beschäftigen wird.

Aktuelles

Das zweite Jahr in Folge geht der Student Academy Award an das Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg: Matthias Strasser und sein Team werden für den Diplomfilm "The Panic Inside" ausgezeichnet.

Seit Jahrzehnten verbindet Iris Berben ihre künstlerische Arbeit mit einer klaren gesellschaftlichen Haltung. Für ihren beharrlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sowie für Erinnerungskultur, jüdisches Leben und demokratische Bildung zeichnet der Deutsche Kulturrat die Schauspielerin mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 aus.

Wie sah 1972 die Zukunftsvision für das Jahr 2002 aus? Die DEFA-Stiftung präsentiert am Montag, 10. August, um 19:00 Uhr im Berliner Kino Krokodil mit "Blick in das Morgen von Gestern" eine Auswahl von DEFA-Dokumentarfilmen der 1970er-Jahre, die ein Panorama aus technischen Hoffnungen, ideologischen Leitbildern und einem ganz speziellen Zukunftsoptimismus zeichnen.

Mit elf produktionsgeförderten Filmen in acht Sektionen, darunter zwei Beiträgen im internationalen und zwei im Nachwuchswettbewerb, ist die Filmförderung des Bundes beim 79. Locarno Film Festival (5. bis 15. August 2026) breit vertreten. Zwei weitere Projekte im Entwicklungsstadium wurden für die elfte Ausgabe der FFA-geförderten Koproduktionsinitiative Alliance 4 Development von Locarno Pro ausgewählt.

Der Vergabeausschuss der nordmedia hat in der zweiten Förderrunde 2026 Fördermittel in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro bewilligt. Insgesamt werden 48 Projekte aus den Bereichen Film, Fernsehen, Games und Talentförderung unterstützt. Zu den Highlights zählen die Kinoproduktionen "Mama, bitte lern Deutsch" und "Petronella Apfelmus". Erstmals erhalten zwei Projekte eine Förderung im Rahmen des neuen Förderprogramms nordmedia Familienzuschuss.