"Monobloc", Source: Edition Salzgeber, © Salzgeber & Co. Medien GmbH
"Monobloc"

Neu im Kino: Monobloc

Jeder kennt ihn, aber kaum einer kennt seinen Namen: Monobloc, ein Plastikstuhl, den man von Imbissbuden, Strandlokalen und Schrebergärten kennt. Er steht in Biergärten und an Baggerseen – aber auch in Designmuseen. Der Stuhl sieht unkaputtbar aus (was er keineswegs ist) und gilt in unseren Breiten als Inbegriff billiger Geschmacklosigkeit, ist zugleich aber auch ein Designklassiker. In seinem Dokumentarfilm "Monobloc" geht Hauke Wendler der Geschichte dieses gefühlt allgegenwärtigen Sitzmöbels nach, von dem weltweit über eine Milliarde verkauft wurden. Der Verachtung in westlichen Ländern stellt er dabei die Wertschätzung im globalen Süden gegenüber: Den Armen der Welt ist er ein bezahlbares Möbelstück, anderen gibt seine Herstellung eine Arbeit; und in Uganda fertigt eine Nonprofit-Organisation aus dem billigen Monobloc Rollstühle für bedürftige Menschen. So legt Wendler in seinem Film nicht nur ein Symptom des Wohlstandsgefälles offen, sondern auch die Arroganz der reichen Welt gegenüber vermeintlich Minderwertigem. Sein Film zeigt, dass alles eine Frage der Perspektive ist: Wo die einen schlechtes Design sehen, erkennen andere einen existentiellen Wert. Dass der Monobloc einmal zum Symbol für solche grundlegenden Fragen avancieren würde, hätte wohl auch sein französischer Erfinder Henry Massonnet nicht gedacht. Doch er ist es - Hauke Wendlers so unterhaltsamer wie anregender Film macht es deutlich.

Aktuelles

Am gestrigen Abend wurden die Preisträger*innen des 43. Filmfestivals Max Ophüls Preis (16.–26.1.22) bekanntgegeben. Die Preisverleihung fand wie im Vorjahr als Online-Event in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk statt.

Die FFA-Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung hat in ihrer jüngsten Sitzung für den Verleih von sechs Filmen insgesamt 1.645.000 Euro vergeben. Davon kommen 493.500 Euro aus FFA-Mitteln, 1.151.500 Euro stammen aus dem BKM-Programm "Neustart Kultur", aus dem weitere 75.000 für den Weltvertrieb von sieben Filmen zur Verfügung bewilligt wurden. Die Video-Veröffentlichung von fünf Filmen wird mit 234.414,83 Euro aus dem FFA-Haushalt unterstützt. Zusammen mit Medialeistungen im Wert von 900.000 Euro hat die Kommission insgesamt 1.955.314,83 Euro bewilligt.

Bei der Berlinale 2022 wird erneut eine renommierte Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären entscheiden. Die Mitglieder der Internationalen Jury sind: Karim Aïnouz (Brasilien / Algerien), Saïd Ben Saïd (Frankreich / Tunesien),  Anne Zohra Berrached (Deutschland), Tsitsi Dangarembga (Simbabwe), Ryûsuke Hamaguchi (Japan) und Connie Nielsen (Dänemark / USA). Der Jurypräsident ist M. Night Shyamalan (Südasien / USA). Mehr zur Internationalen Jury.

"Fabian oder Der Gang vor die Hunde", "Das Mädchen und die Spinne", "The Trouble with Being Born" und "Le Prince" zählen zu den Favoriten für den Preis der deutschen Filmkritik 2021.

Wie seine Agentur mitteilte, ist der Schauspieler Hartmut Becker am vergangenen Samstag in Berlin gestorben.

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