Armin Rohde; Quelle: limelight pr, © 2013 Mike A. Kraus & Marc O. Perino
Armin Rohde

65. Geburtstag: Armin Rohde

Unvergessen ist seine Rolle in Sönke Wortmanns Kultfilm "Kleine Haie" von 1992: Als bärbeißiger Camaro-Fahrer Ulf, Kampfname: "Bierchen", der auf dem Weg in den Italienurlaub eine Dose Bier nach der anderen wegtrinkt. Ein Tramper fragt ihn: "Findest du das eigentlich okay mit dem Bier?" Antwort: "Bier, find' ich okay." Der Tramper: "Nein, ich meine beim Fahren." Antwort: "Fahrbier, find' ich okay". Mit diesem kaum fünfminütigen Auftritt wurde Armin Rohde über Nacht berühmt – und prompt auf den Rollentyp des liebenswerten Prolos festgelegt. Dass er weit mehr kann, bewies er nicht zuletzt mit seiner Verkörperung historischer Persönlichkeiten. Er war Emil Jannings in der Marlene-Dietrich-Filmbiografie "Marlene" (2000), Albert Einstein in "Albert Schweitzer - Ein Leben für Afrika" (2009) und Heinrich George in "Jud Süß - Film ohne Gewissen" (2010). Viel Kritikerlob und einen Hessischen Filmpreis brachte ihm seine Verkörperung eines verzweifelten Vaters in der "Tatort"-Folge "Das Haus am Ende der Straße" (2015) ein. Doch so gut er in all diesen Rollen auch war: am liebsten sieht man Rohde, dessen Filmografie über 140 Titel umfasst, noch immer als knorrig-kumpelhaften Typen. So etwa in der Buddy-Komödie "So viel Zeit" (2018) als alternden Ex-Musiker, Kampfname: "Bulle". So schließt sich ein Kreis. Am 4. April wird Armin Rohde 65 Jahre alt – wir gratulieren herzlich! 

Aktuelles

Kinoschließungen, Drehverbote und rechtliche Unsicherheiten haben die Filmwirtschaft zum Stillstand gebracht. In Modellrechnungen haben die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) und ihre Mitgliedsverbände die Folgen eines dreimonatigen Ausfalls kalkuliert.

Die Corona-Krise stellt auch die gesamte Film- und Medienbranche vor existenzielle Herausforderungen. Kinos sind geschlossen, Dreharbeiten gestoppt, viele Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen und Kleinunternehmer*innen bangen um ihre Existenz.

Das LICHTER Filmfest kann in diesem Jahr wie so viele andere Festivals nicht wie gewohnt stattfinden, verlagert einen Teil seines Programms aber auf eine Online-Plattform. Um die Kultur dahin zu bringen, wo wir gerade die meiste Zeit verbringen: In die eigenen vier Wände.

Am letzten Märzwochenende hat sich die Sehsüchte-Jury digital zusammengefunden, um die eingereichten Filme zu sichten und die Drehbücher zu diskutieren. Die Gewinner*innen wurden innerhalb des Jury-Wochenendes ausgewählt und werden während des Festivals vom 23.09.–27.09.2020 preisgegeben.

Im Herbst 2020 wird Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Deutschen Kurzfilmpreise für herausragende Leistungen bei der Produktion von deutschen Filmen des kurzen Formats verleihen.