"Ballon", Quelle: Studiocanal, DIF, © Studiocanal GmbH
"Ballon" (2018)

Ab Donnerstag im Kino: Ballon

Es war eine der spektakulärsten Fluchten aus der DDR: Im September 1979 überwanden zwei Familien in einem selbstgebauten Heißluftballon die Todeszone an der Grenze und konnten in den Westen fliehen. Nach der Hollywoodversion von 1982 hat sich nun Michael Herbig der Geschichte angenommen: "Ballon" schildert die streng geheimen Vorbereitungen der Familien Strelzyk und Wetzel, die ihren waghalsigen Plan auch dann noch umsetzen wollen, als ein erster Fluchtversuch scheitert, und die Stasi ihnen auf die Spur zu kommen droht… Regisseur Herbig, eigentlich als Komödienspezialist berühmt, erweist sich bei diesem Film als großes Talent auch für dramatische Stoffe. Er inszeniert die Geschichte als Mischung aus Thriller, Charakterdrama und nuanciertem Gesellschaftsporträt – stellenweise durchaus humorvoll, aber eng an den historischen Ereignissen und mit großem Respekt vor den realen Figuren. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Friedrich Mücke und Karoline Schuch spielen Peter und Doris Strelzyk, David Kross und Alicia von Rittberg Günter und Petra Wetzel. Thomas Kretschmann gibt den Stasi-Leutnant, der ihnen immer dichter auf die Fersen rückt. So gelingt bei "Ballon" die schwierige Gratwanderung zwischen historisch relevantem Drama und packendem Unterhaltungskino.

Aktuelles

Ab März 2019 übernimmt Maike Mia Höhne, Leiterin und Kuratorin der Berlinale Shorts der Internationalen Filmfestspiele Berlin, die künstlerische Leitung beim Internationalen KurzFilmFestival Hamburg (IKFF).

Die Verleihung des bedeutenden Nachwuchspreises fand am Montag, 24. September 2018 im Stage Theater des Westens in Berlin statt.

Die 23. Ausgabe des Festivals des deutschen Films in der französischen Hauptstadt (3. – 9. Oktober 2018) setzt mehrere Schwerpunkte und schafft so den Spagat zwischen historischen und aktuellen Themen. Dazu gibt es dank eines kleinen Live-Konzerts eine Portion Savoire-vivre – die perfekte Kombination für das Pariser Publikum.

Der Regisseur, Produzent und Autor Ottokar Runze ist tot. Bekannt wurde Runze mit gesellschaftspolitischen Filmen, in denen er die oft widersprüchliche Wahrnehmung der Rechtsprechung thematisierte.

Eine filmische Reise durch die Stadt von 1896 bis heute bietet im Oktober das Filmkollektiv Frankfurt mit seiner Filmreihe "Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt".