"Alpgeister", © Konzept+Dialog.Medienproduktion
"Alpgeister"

Ab Donnerstag im Kino: Alpgeister

Der Dokumentarfilmer Walter Steffen hat sich immer wieder mit kulturellen Eigenarten seiner bayerischen Heimat befasst, etwa mit der oberbayerischen Musikszene in "Bavaria Vista Club" (2014) und mit den Flößern der Isar in "Fahr ma obi am Wasser" (2017). In seinem neuesten Film "Alpgeister" forscht er den Mythen, Sagen und Mysterien der Bayerischen Alpen nach. Einst herrschte in der Region der Glaube an eine jenseitige Wirklichkeit, in der magische Kräfte wirken. Für viele Menschen sind die Berge mit ihren dunklen Höhlen und ursprünglichen Wäldern noch heute Schauplatz unerklärlicher Phänomene. So sollen in einem Bergmassiv bei Berchtesgaden Erdgeister und Feen leben. "Der Alltag in unserer Zeit des funktionalen Materialismus schafft ein spirituelles Vakuum", so Steffen, "das bei Vielen die Sehnsucht nach neuer Spiritualität, nach alten Riten und geheimnisvollen und unerklärlichen Welten weckt." Der Filmemacher spricht mit Bewohnern der Region, und kombiniert die Erzählungen mit eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen und atmosphärischen Spielszenen. Auf diese Weise gelingt ihm ein ebenso unterhaltsamer wie faszinierender Einblick in eine spirituelle Weltsicht, die man als moderner und "aufgeklärter" Mensch zu verdrängen gelernt hat.

 

Aktuelles

Am kommenden Mittwoch, 17. Juli, wird die Schauspielerin Uschi Glas im Kino des DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt zu Gast sein und ihren Film "Club der einsamen Herzen" vorstellen.

Neben Julia Koschitz wird auch Bjarne Mädel beim diesjährigen Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein mit dem Preis für Schauspielkunst geehrt werden.

In der 30. Jurysitzung des Berlinale World Cinema Fund (WCF) haben die Jurys insgesamt 13 Förderempfehlungen für Projekte aus Argentinien, Ecuador, Thailand, den Philippinen, Kolumbien, Nigeria, Südafrika, Senegal und Brasilien ausgesprochen.

Die Juryvorsitzende des neunten Günter Rohrbach Filmpreises steht fest: die renommierte deutsche Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Margarethe von Trotta übernimmt die Aufgabe von Herbert Knaup, der den Juryvorsitz 2018 innehatte.

Die FFA hat im Jahr 2018 Fördermittel in Höhe von 73,7 Mio. Euro bewilligt, wie der am 11. Juli 2019 veröffentlichte Geschäfts- und Förderbericht 2018 belegt.