"Die Haut der Anderen", Source: Lopta Film, DIF, © Lopta Film
Isabel Thierauch, Oliver Mommsen

Neu im Kino: Die Haut der Anderen

Das Betrachten toter Tiere in verschiedenen Stadien der Verwesung versetzt wohl nur wenige Menschen in erotische Stimmung. Auch gewürgt zu werden bringt nicht jeden auf Touren. Genau diese Dinge sind es aber, nach denen Justine sich sehnt. In einer Scheune im Garten sammelt sie verendete oder überfahrene Tiere, während ihr Todesfetisch ihren ansonsten verständnisvollen Mann völlig überfordert. Aus Verzweiflung schlägt er sie sogar immer wieder. Ähnlich unverstanden ist auch Marc, der zwar als Autor erotischer Literatur Erfolge feiert, selbst aber keinerlei körperliche Nähe erträgt und pornosüchtig ist. Wie aus der Begegnung dieser beiden Menschen eine Liebesbeziehung wird, selbstverständlich mit Startschwierigkeiten und Missverständnissen, dann aber zärtlich und zugewandt, das schildert Thomas Stiller in seinem völlig unabhängig produzierten Drama "Die Haut der Anderen". So freizügig wie einfühlsam, und stets getragen von der Präsenz seiner Hauptdarsteller Isabel Thierauch und Oliver Mommsen porträtiert Stiller zwei einsame Seelen, deren Probleme nur an der Oberfläche bizarr, im Kern aber gar nicht so ungewöhnlich sind.

Aktuelles

Mit den Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films, einem Papier, das eine grundlegende Erneuerung des deutschen Filmsystems empfiehlt, liegen nun die Schlussfolgerungen aus dem Kongress "Zukunft Deutscher Film" vor.

Das Festival de Cannes (8. – 19. Mai 2018) hat weitere deutsche Filme und Koproduktionen in sein Programm hinzugefügt.

Der Home-Entertainment-Markt für Filme und TV-Serien auf DVD, Blu-ray, EST oder über Video-on-Demand-Dienste hat im Jahr 2017 das zweitbeste Ergebnis seit Erfassung der Marktdaten erzielt.

102 Filme aus 35 Ländern werden beim 18. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films zu sehen sein, das morgen startet. Darunter sind acht Weltpremieren, eine internationale Premiere, eine europäische und 20 Deutschlandpremieren.

Ein auf mehrere Jahre angelegtes Modellprojekt erprobt neue Module und Filme für die Filmbildung mit Vorschulkindern und entwickelt für Kinos in ganz Deutschland eine mobile Version des beliebten Formats MiniFilmclub.