"Born in Evin", Source: Real Fiction Filmverleih, DFF
Maryam Zaree

Neu im Kino: Born in Evin

Die Schauspielerin Maryam Zaree, bekannt vor allem aus der Serie "4 Blocks", wurde im Iran geboren und kam als kleines Mädchen mit ihrer Mutter nach Deutschland. Über ihre Vergangenheit im Iran wusste Zaree nur, dass sie im berüchtigten politischen Gefängnis von Evin geboren wurde. In "Born in Evin", ihrem Debüt als Regisseurin, begibt sich die Schauspielerin auf die Spur ihrer eigenen Biografie. Da es für ihre Mutter zu schmerzhaft ist, über die traumatische Haftzeit zu sprechen, befragte Zaree deren Freundinnen, Verwandte sowie junge Frauen, die ebenfalls im Gefängnis geboren wurden. Vier Jahre dauerte die Spurensuche, deren Ergebnisse sie in ihrem bewegenden Film zusammenfasst. Dabei gelingt ihr das Kunststück, in einem intimen Ton zu erzählen, ohne dass der Film wie eine Nabelschau wirkt. Ihre Biografie dient vor allem als Beispiel, um Mechanismen des Verdrängens, aber auch des Bewältigens zu schildern. Zugleich zeigt der Film exemplarisch, wie sehr die traumatischen Erfahrungen politischer Häftlinge auch das Leben ihrer Kinder prägen. So geht "Born in Evin" weit über eine Selbsttherapie hinaus und wird gerade durch seinen radikal privaten Ansatz zu einem universell politischen Film.

Aktuelles

FFA und German Films machen sich erneut gemeinsam für den deutschen Kurzfilm stark: Bereits zum zehnten Mal werden fünf Kurzfilme mit dem FFA-SHORT TIGER ausgezeichnet und zusammen mit den besten Kurzfilmen der deutschen Filmhochschulen von German Films im Ausland präsentiert.

Beim kinopolitischen Abend des HDF KINO und der SPIO gestern im Zoo-Palast Berlin hat sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters zu den Ergebnissen ihrer filmpolitischen Gespräche geäußert, die sie im Sommer mit Branchenvertretern geführt hat.

Zum zweiten Mal luden gestern der HDF KINO und die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) zum Kinopolitischen Abend in den Zoo Palast in Berlin.

Am 9. November vor 80 Jahren wurde Ulrich Schamoni geboren. Aus diesem Anlass zeigt das Berliner Zeughauskino vom 8. November bis 15. Dezember 2019 unter dem Titel "Biotop der Frechheit" die bisher umfassendste Werkschau des Berliner Filmemachers, der vor seiner Regiekarriere auch als Schriftsteller von sich reden machte und danach als Medienunternehmer.

Die European Film Academy und EFA Productions haben die Nominierungen für die Preiskategorie European Animated Feature Film 2019 bekannt.